Prävention in der häuslichen Pflege und noch mehr...
Shownotes
Diese Episode widmet sich der Frage, wie Prävention in der häuslichen Pflege dazu beitragen kann, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder zumindest hinauszuzögern. Gleichzeitig geht es um wirksame Entlastung für pflegende Angehörige – körperlich, psychisch und organisatorisch.
Gemeinsam mit Expert aus Pflegeberatung und Unterstützungsangeboten sprechen wir darüber, welche präventiven Maßnahmen es gibt, wie sie im Alltag umgesetzt werden können und warum frühzeitige Information entscheidend ist.
Mitwirkende dieser Folge:
- Markus Oppel, Pflegeberater
- Johannes Winklmair, famPlus
- Hendrik Dohmeyer, Pflegedschungel
Themen der Episode:
- Was bedeutet Prävention in der häuslichen Pflege?
- Wie kann Prävention helfen, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder hinauszuzögern?
- Welche Angebote unterstützen pflegebedürftige Menschen im Alltag?
- Wie können pflegende Angehörige Überlastung vorbeugen?
- Welche Rolle spielen Pflegeberatung, Präventionsangebote und digitale Unterstützung?
- Warum Prävention Lebensqualität erhält – für alle Beteiligten
- Leistungen der Pflegeversicherung
Eine praxisnahe Folge für Pflegebedürftige, Angehörige und alle, die sich frühzeitig mit dem Thema Pflege auseinandersetzen möchten.
https://pflege-dschungel.de/ https://pflegeberatung-oppel.de/
Transkript anzeigen
00:00:08: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts rund um Pflege, Angehörige und all die Themen.
00:00:52: Den unserem Alltag manchmal zu kurz kommen.
00:00:55: Heute geht es um das Thema, das eigentlich total logisch klingt, aber im Alltag ganz oft untergeht und zwar ist das Prävention in der häuslichen Pflege.
00:01:05: Was heißt es eigentlich?
00:01:06: Wie kann man Probleme vermeiden, bevor sie überhaupt entstehen?
00:01:10: und was bedeutet Prävention, wenn Pflege, egal ob professionell oder als Angehörige, sowieso schon jeden Tag unglaublich viel Kraft kostet.
00:01:20: Damit ich das nicht nur theoretisch hier aufdrösel, sondern ganz, ganz fundiert und praktisch und auch von der Basis an, da habe ich heute drei absolute Profis bei mir.
00:01:31: Zum einen begrüße ich ganz herzlich Hendrik Domeier, Gründer des Online-Portals Pflege-Dschungel.
00:01:36: Also er sorgt eigentlich dafür, dass Menschen sich im Chaos der Pflege-Infos zurechtfinden.
00:01:42: Hallo Hendrik.
00:01:43: Moin, moin, grüß Sie.
00:01:45: Markus Oppel ist bei mir Krankenpfleger, Pflegeberater, Sachverständiger und gleichzeitig auch selbstpflegender Angehöriger.
00:01:52: Also Theorie und Praxis vereint.
00:01:55: Hallo, Markus.
00:01:56: Hallo, grüß dich.
00:01:58: Und Johannes Winkelmeier von der Pflegeberatung bei FAM Plus ist auch bei mir, der kennt wirklich alle Sichtweisen, die der Angehörigen und auch die Nöte und auch Lösungswege.
00:02:08: Hallo, Johannes.
00:02:09: Hallo, Denise.
00:02:10: Ja, ich freue mich riesig, dass ihr da seid.
00:02:14: Lasst uns mal über das Wort Prävention sprechen.
00:02:18: Also, wenn ich Prävention höre, dann ist das meist an irgendeinem Sportangebot gebunden.
00:02:22: Es ist gesunde Ernährung, Vorsorgeuntersuchung.
00:02:25: Aber was bedeutet Prävention in der häuslichen Pflege?
00:02:30: Wer mag mal einsteigen?
00:02:32: Johannes.
00:02:33: Ja, Prävention.
00:02:34: Ich glaube, ganz wichtig ist es nicht genügend um Sport.
00:02:40: von der gesunden Ernährung so kennt, hat dieser Fokus Pflege, den man ganz wichtig ist, vorab schon zu schauen, was man präventiv tun kann, um nicht pflegebedürftig zu werden, aber auch, was ist notwendig, um auch fit zu bleiben in der Pflege, das ist ja für pflegende Angehörige.
00:02:56: Und
00:02:57: ja, es gibt da verschiedene Maßnahmen, da kann man sicher noch drauf, aber präventiv ist wichtig, man soll gesund bleiben, fit bleiben und ja nicht auslaufen.
00:03:06: Genau, wir sprechen heute über die Prävention aus verschiedenen Blickwinkeln.
00:03:10: Markus, magst du nochmal Prävention in der Pflege definieren für dich?
00:03:16: Für mich ist Prävention einfach mehr als das, was es aktuell bekannt ist.
00:03:20: Mehr als auf zwei Liter Trinkmenge achten bei älteren Menschen.
00:03:24: Mehr als Teppiche, die als Sturzquelle zu identifizieren oder Gedächtnistraining zu machen, um im Kopf frei zu bleiben.
00:03:32: Sondern für mich ist Prävention viel weitergefasst.
00:03:35: Kommunikation, Teilhabe an gesellschaftlichem Leben, soziale Kontakte.
00:03:39: All das ist Prävention.
00:03:41: Und zwar durch alle Altersgruppen durch.
00:03:43: Da würde ich ganz gerne darauf bestehen, dass wir das heute nicht aus dem Blickwinkel verlieren.
00:03:48: Wir haben auch ganz viele junge Menschen, mein Spezialgebiet sind halt Kinder und Jugendliche, die Pflegebedarf haben und deren Angehörigen, also pflegende Eltern, zu begleiten.
00:03:58: Und auch hier gibt es Möglichkeiten der Prävention und das hat so gar niemand auf dem Schirm.
00:04:03: Und dann kommen wir nochmal zu dir, Hendrik, aus deiner Sichtweise, aus deinem Blickwinkel, was bedeutet für dich Prävention in der Pflege?
00:04:13: Also grundsätzlich ist es, glaube ich, unhilfreich, wenn man das generell in zwei Rubriken unterteilt.
00:04:18: Es gibt einerseits die passive Prävention und die aktive Präsentation.
00:04:24: Und bei der passiven ist eigentlich das, was wir seit dreißig Jahren im SGBH-Hilfe, also in der organisierten Pflege sozusagen oder in der Rahmenbedingung ausreichend zur Verfügung haben.
00:04:38: Das ist das, was Markus eben schon erwähnte.
00:04:41: z.B.
00:04:41: Dinge wie, dass man um die Wohnumfeld bei besseren Maßnahmen hat, um z.B.
00:04:48: einen Treppenlift einzubauen, damit man dem halt dort nicht stürzt oder dass man bestimmte Dinge wie die Dusche ein bisschen um vorher absenken kann, damit man beim Einsteigen nicht stürzt und dadurch immer sich verletzt und damit um die Pflegesituation verschlimmert.
00:05:07: Oder aber auch irgendwann... Das Geld, das für einen Haus Notruf zur Verfügung gestellt wird, ist letztendlich auch, dass wenn man gestürzt ist, dann schnell Hilfe holen kann.
00:05:16: Das heißt, es sind einfach Schutzmaßnahmen, die man in der passiven Prävention kennt und das ist das bisherige im Feld.
00:05:23: Die aktive Prävention ist dann wiederum das, wo es um Verhaltensänderung geht.
00:05:28: Das heißt, ich gucke, wie es mein jetziges Gesundheitsbewusstsein, mein Wissen um Gesundheit und ... Mein Verhalten der maßgebliche Malt in den Feldern.
00:05:43: Zwischen Ernährung und was kann ich da eigentlich präventiven, also vorbeugende Maßnahmen eigentlich dann verändern.
00:05:53: Dieser Punkt ist bis heute und wir erleben ja gerade so ein Un des Wortes Prävention, so wie vor vier, fünf Jahren das Wort.
00:06:02: Digitalisierung, wo das Magic Wort ist, mit dem man die Fliege rettet, dann ist jetzt auch so ein bisschen das Schlagwort.
00:06:10: Dabei haben wir eigentlich im grundsätzlichen eigentlich im SGB-Eilf schon seit Anfang an einen präventiven Ansatz.
00:06:17: Es gibt den Paragraphen sechs, den eigentlich kaum jemand so richtig kennt oder auf dem Schirm hat.
00:06:23: Da steht eben halt die Eigenverantwortung im SGB-Eilf.
00:06:29: Und ich lese in zwei Sätze vor, die macht es uns deutlich.
00:06:32: Das ist eigentlich das, was vor der Pflegebedürftigkeit eigentlich schon da ist, wird beschrieben in die versicherten Säulen durch gesundheitsbewusste Lebensführung, durch frühzeitige Beteiligungen an Versorgungsmaßnahmen und durch aktive Mitwirkungen an Krankenbehandlung und Leistung zur medizinischen Rehabilitation dazu beitragen, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden, also gar nicht erst reinzukommen.
00:06:54: Das ist also nicht für diejenigen gedacht, die schon, die Gart eins mit fünf haben, sondern im Vorfeld schon, sagt das Gesetzbuch, guckt, dass wir da gar nicht erst reinkommen.
00:07:02: Und das Zweite ist, nach Eintritt der Pflegebedürftigkeit haben die pflegebedürftigen an Leistung zur medizinischen Rehabilitation und der aktiven Pflege mitzuwirken, um die Pflegebedürftigkeit zu überwinden, zu mindern oder eine Verschlimmerung zu verhindern.
00:07:17: So, das ist der Prinzip.
00:07:19: Ehrenwärter Wohnsatz klingt alles wunderbar und toll, kennt leider eben halt so gut wie keiner.
00:07:26: Und das ganze System, wie die Pflege irgendwo aufgebaut ist, ist eben halt eigentlich nicht so ressourcenorientiert.
00:07:31: Das heißt, was können die Leute noch und wie kann man das so bestätzt fördern?
00:07:35: Sondern es ist eigentlich immer sehr stark defizit orientiert.
00:07:39: Das heißt, in der Pflegegradbegutachtung.
00:07:42: Je weniger ich kann, desto mehr Höhe und Pflegegrad kriege ich, desto mehr Leistung kriege ich.
00:07:47: Ein bisschen konterkariert ist eigentlich diesen ersten Park auf dem Sechstag.
00:07:52: Wir sind schon mitten drin, Hendrik.
00:07:55: Wir sind schon mitten drin.
00:07:56: Ich würde gerne euch noch mal kurz von mir erzählen.
00:07:59: Und zwar, ich habe tatsächlich mit dem Thema häusliche Pflege privat noch nicht sehr viel zu tun gehabt, mal eine gewisse kurze Zeit.
00:08:08: Und ich habe mir in Vorbereitung auf dieses Thema überlegt, was ist eigentlich für mich Prävention?
00:08:12: Und was wäre ganz wichtig?
00:08:13: Ich habe es mal eingeteilt in die Kategorie Prävention für pflegebedürftige Menschen und dann eben auch Prävention für die pflegenden Angehörigen.
00:08:21: Das sind zwei ganz wichtige Komponenten, weil wenn die Pflegenden Angehörigen zu sehr in Stress geraten oder überlastet werden, ist es eben auch nicht gut.
00:08:33: Deswegen würde ich gerne noch mal so ein Schrittchen zurückgehen und auf den Punkt Prävention für pflegebedürftige Menschen zu sprechen kommen.
00:08:43: Was gibt es da genau?
00:08:45: Ihr habt es natürlich eben schon mal ein bisschen zusammengefasst.
00:08:49: Aber was gibt es genau und ganz konkret?
00:08:51: Ich weiß nicht, wer anfangen mag, vielleicht Johannes von der Pflegeberatung von FAMPLUS, womit man präventiv bei pflegebedürftigen Menschen anfangen sollte.
00:09:02: Ich sage jetzt mal, der Teppich den Markus Oppel nannte.
00:09:06: Was gibt es da noch für Möglichkeiten?
00:09:08: Ja, ich finde immer ganz wichtig natürlich, Ja, am Leben teilzunehmen, finde ich ganz wichtig.
00:09:15: Auch bei Senioren oder bei fast Pflegebedürftigen, das Thema auch die Einsamkeit, sich zurückziehen, also am Leben teilnehmen, mobil bleiben, aktiv zu bleiben und aktiv am Leben teilzunehmen.
00:09:30: Das ist immer ganz wichtig.
00:09:32: Darum ist wichtig auch, dass man da Angebote schafft für Senioren, zum Thema Einsamkeit, Gruppenangebote, Besuchstinste.
00:09:41: dass wirklich aktiv gelebt werden kann.
00:09:44: Da natürlich auch Stürze zu vermeiden, um nicht pflegebedürftig zu werden, Sportprogramme im Verein tätig werden, das finde ich so einen guten Ansatz, um nicht pflegebedürftig zu werden.
00:09:59: Seid ihr davon vom Plus eigentlich ganz stark dabei?
00:10:02: Du sagst gerade, diese Angebote zu schaffen, zusammenzufinden, Gespräche zu haben, gibt es da tatsächlich konkrete Dinge, die ihr tut, die ihr macht oder die ihr vermitteln könnt?
00:10:14: Wir vermitteln sehr viel.
00:10:16: Betreuungskurven für Demenzerkrankte, Seniorentreffs, Sportangebote.
00:10:23: Aber unser Fokus ist, dass ich schon merke, die pflegenden Angehörigen oder die berufstätigen pflegenden Angehörigen auch die vorzubereiten.
00:10:30: Also wenn meine Eltern älter werden, also was muss ich berücksichtigen?
00:10:34: Also nicht warten, bis wirklich der Pflegefall eintritt, sondern vorab schon präventiv die Menschen vorzubereiten, auch eine mögliche Pflegestation.
00:10:44: Also was gibt es für Angebote?
00:10:45: Gibt
00:10:46: es
00:10:47: schon eine Vorsorge vor allem an Patientenverfügung?
00:10:49: Also alles so was Richtung Vorbereitung auf eine Pflegestation geht.
00:10:53: Weil Pflege ist anstrengend und kann von heute auf morgen kommen und ist man dann oft sehr unter Stress, sehr unter Druck.
00:11:00: Wenn man sich da gut vorbereitet, dann ist es ein bisschen einfacher das Ganze.
00:11:06: Henrik, du bist selber pflegende Angehöriger ja seit sechzehn Jahren oder du bist es sechzehn Jahre lang gewesen, wenn du aus der Sicht der pflegebedürftigen Menschen, um die du dich gekümmert hast, schaust.
00:11:19: Was war in dem speziellen persönlichen Fall wichtig in Sachen Prävention?
00:11:24: Und die wichtigste Frage, hast du es immer sofort erkannt oder hast du dir Hilfe geholt?
00:11:33: Also sind natürlich schon unterschiedliche Ebenen, dass mein Vater ist, im Jahr Er ist kranker, der krankt und um den Zweitausendviertel gestorben.
00:11:44: Da war jetzt Prävention im Sinne, körperliche Aktivitäten war ja eigentlich auf die Fit.
00:11:51: Wir haben ihm aber auch Physiotherapie ermöglicht an den ersten Jahren in der Verstärkung, wo das ambulant gemacht hat, also zum Physiotherapeutin gegangen.
00:12:03: Später, als das ja nicht mehr so richtig funktionierte, haben wir dann auch im Halb Gott sei Dank damals noch so viele Ressourcen in unserer Stadt gehabt, dass man auch im Halb Hausbesuche relativ einfach auch organisieren konnte.
00:12:14: Das heißt, dass es heute nicht mehr gegeben?
00:12:17: Extrem schwierig, Hausbesuche zu kriegen.
00:12:20: Und das ist gerade für immer halt immobile Personen sehr, sehr schwierig, die eigentlich das dringend
00:12:26: benötigen.
00:12:28: Aber
00:12:29: es ist kaum machbar.
00:12:32: Weil die Ressourcen nicht da sind, weil sie nicht finanziert wird.
00:12:35: Also das ist schwierig.
00:12:36: Ich weiß nicht, wie die anderen das sehen, aber...
00:12:40: Markus, bist du direkt drauf eingemalt?
00:12:42: Du nix schon, Markus.
00:12:44: Ich bin ja bundesweit unterwegs tatsächlich bei pflegenden Familien, also pflegebedürftigen Kindern und den pflegenden Eltern im Regelfall als Versorgungsnetz.
00:12:54: Und es ist überall so.
00:12:56: Also auch für Kinder und Jugendliche noch Hausbesuchen zu bekommen im Bereich Physiotherapie oder Ergotherapie.
00:13:01: Es ist absolute Glücksfall, wenn so was noch klappt.
00:13:04: Wir schließen also hier ganz viele Menschen von Prävention geradeaus, die Häuser nicht verlassen können, zum Beispiel, weil sie an ME-CFS oder jetzt anderen Krankheiten leiden.
00:13:15: Das ist leider so.
00:13:16: Hendrik, wir unterbrechen zwar ganz kurz deine Antwort.
00:13:19: Würde ich gerne gleich nochmal drauf eingehen, aber wo wir beim Thema sind, Markus, da tut sich doch aber politisch irgendwie was, oder?
00:13:31: Die Vergütung der Hausbesuche für die therapeutischen Berufe, die ist so gering und da ist auch kein Willen.
00:13:37: Ich sehe kein Willen, dass da jetzt richtig Geld in die Hand genommen wird, um den Hausbesuch zu ermöglichen.
00:13:41: Es gibt jetzt mittlerweile kein Schulgeld mehr für die therapeutischen Settings oder für einige therapeutische Settings oder die meisten.
00:13:48: Aber im Großen und Ganzen tut sich da viel zu wenig.
00:13:52: Also wenn wir Prävention denken, müssen wir von allen Seiten denken.
00:13:55: Nicht nur, ne?
00:13:55: Nicht nur SGB-Elf, sondern da müssen wir auch in SGB-Fünf gucken.
00:13:59: Und da müssen die therapeutischen Settings und die ärztliche Begleitung uns anders laufen.
00:14:03: Also das muss halt groß gedacht werden, wenn wir Prävention tatsächlich jetzt als Gamechanger sehen wollen.
00:14:11: Sehen wir Prävention als Gamechanger?
00:14:13: Siehst du ihn oder?
00:14:16: Ich habe neulich selber eine Podcastfolge aufgenommen zum Thema und ich nannte die dann auch Prävention der neue Game Changer und die Konklusiv am Ende ist, ja kann es sein, wenn jemand richtig Geld reinsteckt und wenn wir das nur so halbherzig machen, ist das kein Game Changer.
00:14:30: Weil Hendrik hat es gesagt, es steht alle schon seit Jahrzehnten im Gesetz.
00:14:35: Ja, Wahnsinn.
00:14:35: Hendrik, dann lass uns noch mal zu dir zurückkommen.
00:14:37: Du hast gesagt, verschiedene Ebenen.
00:14:40: Magst du noch mal weitermachen, bevor ich dich quasi... Genau,
00:14:44: das sind die Punkte sowie Bewegung und Muskeltraining und Krafttraining, um immer stabiler zu sein, um gegen Stürzer gewappen zu sein.
00:14:52: Das andere ist immer das, was immer so auch die kognitiven Dinge angeht, dass man ja Teilhabe hat, dass man im Leben teilhabt, dass man... Dinge, wo sie austausen kann, dass man soziale Kontakte hat.
00:15:12: Und da haben wir relativ gut damit auch den Erlassungsbetrag nutzen können.
00:15:18: Sprich, ja, bei all das Begleitung, die war mein Vater erst, später auch bei meiner Mutter, dann regelmäßig kam, die wir dann um zwei bis dreimal die Woche teilweise noch selber noch bezahlt haben, weil damals diese Umwandlungsmöglichkeiten nicht gab.
00:15:34: der Sachleistung, dass man dort mehr Geld hat.
00:15:36: Das heißt, das haben wir dann auch mehr selber privat finanziert oder aus dem Pflegegeld.
00:15:39: Das war auch vollkommen okay.
00:15:41: Aber dass immer qualifizierte Leute da sind, um diese sozialen Kontakte zu gewährleisten.
00:15:48: Was auch eigentlich gut ist dafür, zumindest bei meinem Vater noch war, war, dass das noch konnte, die Tagespflege, die auch eigentlich gehe raus.
00:15:59: habe Kontakt mit anderen Menschen, wo ich etwas bin.
00:16:01: Hauke nicht nur die ganze Tafelung bei meiner Wohnung und sitze da vorm Fernseher oder so was, sondern einfach soziale Kontakte habe.
00:16:08: Und das sind so Maßnahmen, die ich schon auch unter der Prävention mitzusehen würde.
00:16:13: Also es sind, wie ich so raushöre, wirklich drei Punkte präventive Maßnahmen.
00:16:17: einmal körperlich, psychisch und dann eben auch sozial.
00:16:21: Jetzt haben wir eben schon, oder ich habe eben Entlastungsbetrag gehört und du sagst, das ist mal so eine Summe von viertausend, einhundert, achtzig Euro für Schutzmaßnahmen.
00:16:30: Lasst uns doch mal tatsächlich auf diese monetäre Ebene gehen.
00:16:33: Was steht mir als pflegender Angehöriger zur Verfügung?
00:16:37: um mein Angehörigen präventiv in solche Maßnahmen einzubetten, sage ich jetzt mal.
00:16:45: Könnt ihr da mal sagen, was gibt es dafür Möglichkeiten?
00:16:51: Wer will, wir können alle drei auswendig.
00:16:54: Ja,
00:16:54: ja, Herr damit, Markus auch raus.
00:16:58: Also, der Entlastungsbetrag ist jetzt schon erwähnt worden, neunhundertdreißig Euro im Monat für niedrigschwellige Betreuung und Entlastung, ne, sogenannte Auerangebote, Angebote zur Unterstützung im Alltag.
00:17:10: Das ist mal der eine Punkt, der soll niederschwellig sein, der soll... Das soll unter Umständen auch durch Nachbarschaftshilfe erbracht werden.
00:17:19: Wir haben hier aber halt sechzehn Bundesländer und haben sechzehn verschiedene Regelungen mit verschiedenen Zulackungskriterien und verschiedenen Abrechnungsmöglichkeiten und verschiedenen Anerkennung.
00:17:28: Also es ist wahnsinnig kompliziert.
00:17:30: Das hatten unter anderem auch wir drei schon vor Jahren mit Petitionen angegriffen, aber wir hatten keinen Erfolg.
00:17:37: Wenn ich dann unsere P-septon-Petition denke, das war so der Ursprung.
00:17:43: Ich wollte nicht sagen, dass ich meine Ärzte mit der P-Sitzin losgelegen waren.
00:17:46: Vielleicht acht oder neun Länder, die nach was erzählt waren.
00:17:48: Ja.
00:17:48: Da haben wir mir einen Rundverzicht-Programm organisiert.
00:17:51: Ja, jetzt so langsam, so langsam, ja.
00:17:54: Aber, genau, aber, aber, und das ist tatsächlich vollkommen richtig, Hendrik.
00:17:59: Aber wir haben natürlich hier komplett unterschiedliche Nachbarschaftshilfe-Regelungen.
00:18:02: Und gerade wenn ich so Bayern, Baden-Württemberg anschaue, Baden-Württemberg hat jetzt so mit als letztes nachgezogen letztes Jahr im Dezember, Dezember, vierundzwanzig und hat so viel leichter gemacht als viele andere Länder.
00:18:15: Das ist, die haben sich da viel abgeguckt und das ist total, ja, für uns auch herausfordernd in der Pflegeberatung für jedes Land hier.
00:18:22: dann entsprechend die Regelungen rauszufinden.
00:18:24: Da haben wir ja zum Glück Hendrik und seine Informationsseite.
00:18:28: Da kriegen wir alles immer up to date, was wir an... Nachbarschaftshilfe einsetzen können, was wir mit begleiten können.
00:18:37: Das
00:18:38: heißt Markus, entschuldige, wenn ich noch mal kurz nachfrage, es gibt wirklich für jedes Bundesland eine Liste, was als Nachbarschaftshilfe gilt.
00:18:45: Und wenn ich sage, Mensch, die Nachbarin kommt mal rüber, bringt den Einkauf, könnte man sie aus diesem Entlastungsbetrag bezahlen, zum Beispiel.
00:18:54: wenn sie je nach Bundesland, und das kann man alles auf Pflegedienst nachlesen, das verlinken wir mit Sicherheit auch direkt in den Entlastungsbetragsseite hier im Podcast.
00:19:03: Das ist halt wirklich so.
00:19:05: In einem Bundesland, ja, da kann das die Nachbarin anders einfach machen.
00:19:08: Im anderen muss sie in erster Hilfe kurs machen.
00:19:10: In wieder einem anderen muss sie in zwei Tage Wochenend online kurs machen.
00:19:14: Und wieder im anderen muss sie sich erst in die Institutionskennzeichen wie ein Pflegedienst besorgen.
00:19:19: Also ja, sie kann aber.
00:19:22: Aber es gibt Gott sei Dank Henrik Domeier und die Seite Pflege-Dschungel.
00:19:27: Ein krasses Beispiel dafür, weil es eigentlich wirklich unvorstellbar ist.
00:19:35: Ich habe immer Kunden in Niedersachsen und ich habe Kunden in Nordrhein-Westfalen und eine Kundin an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen.
00:19:44: Mit Fliegerat-Fünf im Rollstuhl hat sich ein super Netzwerk an ehrenamtlichen Hälfern aufgebaut, die sie mit dem Hundert und dreißig Euro finanziert, aber damit kann man natürlich nicht weit.
00:19:57: Aber sie hat die Möglichkeit, maximal vierzig Prozent ihrer Sachleistung umzuwandeln, um den Erlastungsbetrag aufzustocken.
00:20:07: Das heißt, sie kamen insgesamt neunhundertzwanzig Euro monatlich zusätzlich zu diesen hundert und dreißig Euro über den Sachleistungsumfang mit dazubekommen.
00:20:17: Er hat also über tausend Euro zur Verfügung, um das zu organisieren.
00:20:23: Eine andere Kundinie auf der anderen Landesseite wohnt nämlich in Nordrhein-Westfalen, dicht an der Niedersächsliggrenze.
00:20:29: Die hat das nicht.
00:20:31: Weil in Nordrhein-Westfalen kann der Entlastungsbetrag, da darf die Umwandlung nicht für die Nachbarschaftshilfe benutzt werden.
00:20:40: Sie darf, wenn sie einen ambulanten Dienst hat, dann kann sie das auch machen, aber für die Nachbarschaftshilfe nicht.
00:20:45: Also das heißt, in der gleichen Versorgungssituation kann sie nicht vier oder fünf ehrenamtliche Helfer irgendwo für ihr niedrigschwelliges Setting einsetzen, die sie vielleicht kennen, wo es das Raunzelhältnis hat.
00:20:57: Ja, kann es sie machen.
00:20:59: Also unglaublich eigentlich, aber
00:21:03: Das macht einen ja total fassungslos und sagt man, habt ihr nicht das Gefühl ihr kämpft gegen Windmühlen, allein die Bundesländer unter einen Hut zu bekommen?
00:21:11: Das Problem ist auch, dass es eine riesige Bürokratie aufwand ist, gerade für die Pflingen in Angehörigen.
00:21:16: Die würden eine riesige Entlastung bekommen.
00:21:18: Entlastungspieler heißt ja, dass keine Körperpflege geleistet wird.
00:21:23: Halbtagsbegleitung.
00:21:24: Und viele geben einfach auf, das zu organisieren, weil es zu aufwendig ist, zu kompliziert ist und auch mit dem Bundesländern noch komplizierter wird.
00:21:33: Und ja, es gibt auch Angebote, aber die Umsetzung macht es schwierig für die Anhörigen.
00:21:41: Das ist der Wahnsinn.
00:21:42: Vor allem, wenn ich mir überlege, man könnte zwei Punkte, den sozialen und dem psychischen, allein durch diese Nachbarschaftshilfe abdecken.
00:21:49: Das ist ja irre.
00:21:52: Ganz nebenbei, das ganze gleiche Problem trifft natürlich auch auf die Sachbearbeiter in den Pflegekassen zu.
00:21:58: Weil, also auch die müssen ja dann, haben wir bundesweit ihre Kunden und Woelinger versicherten und müssen dann mit diesen ganzen Wildwuchs genauso arbeiten.
00:22:09: Und dann müssen wir sagen, nee, Frau Müller, in Dortmundsfallen, sie dürfen das nicht, aber Frau Schulze in Hessen, die dürfen natürlich die Umwandlung machen.
00:22:18: ist für die genauso umfohlt etwas strange.
00:22:21: Gut, die kriegen dafür Geld und werden dafür bezahlt.
00:22:26: Händrik, wie kamst du auf die Idee von deinem Online-Portal?
00:22:31: Also das ist ja tatsächlich Pflege-Dschungel, so heißt dieses Online-Portal.
00:22:37: Wer kann sich an dich wenden und wie kannst du behilflich sein?
00:22:47: Entstanden ist das im Prinzip so aus den Ursprüngen.
00:22:50: Ich hatte, ich weiß, mein Vater gleich mal diese Alzheimer-Krankung hatte.
00:22:56: Er versucht anderen Kindern und Kinder waren für mich damals um die heißt so die vierzig bis zu sechszig jährigen.
00:23:02: So die Scheu vor diesem kognitiven Themenkomplex irgendwo Demenz zu nehmen und hatte da den denken.de.
00:23:09: Demenzblock entwickelt, um hier zu zeigen, wie man eben halt mit dieser Krankheit umgehen kann, wie man das organisiert und diese Sachen alle tut und macht.
00:23:17: Und unter anderem habe ich dort einen kleinen Excel-Rechner mit reingepackt, wo ich mir als Familie so geholfen habe, diese unterschiedliche Leistung alle aufzustreiben.
00:23:26: und dann welche Gelder kann man da kriegen, wie viel Geld habe ich da schon von genommen, um überhaupt einen Überblick zu haben, so was kommt auf uns als Familie zu, wie viel müssen wir dann auch selber finanzieren und woher kriegen wir das Geld um?
00:23:38: Und das habe ich dann auch mit eingestellt.
00:23:42: Und da kam immer noch was als viel.
00:23:43: Ja, das ist eine supertolle Hilfe.
00:23:45: Aber wir haben ja gar keine Ahnung, was mit diesen Leistungen überhaupt ist.
00:23:48: Und da blickt man gar nicht durch.
00:23:50: Und das waren eigentlich so die Ursprünge, dass ich dann gesagt habe, okay, dann reicht es nicht nur jetzt so ein Excel-Tools und digitale Zirkulierung stellen, sondern man muss drumherum auch die Skills, also das Wissen, daher umvermitteln.
00:24:02: Und ich habe dann diese Seite gebaut und da war damals diese Domänen frei, pflege mir schon um die Punkt.de und das passt eigentlich ganz gut und die haben wir dann genommen.
00:24:10: Und ja, also heute sind es so im Tag zwischen tausend, fünfhundert bis zweitausend Besucher, die auf die Seite kommen und sich dreimal die Informationen runterholen.
00:24:19: Es sind verschiedene Toolstores inzwischen.
00:24:22: Digitales Cockpit, ein Pflegecockpit, das man nutzen kann, wo verschiedene Rechner sind.
00:24:43: Also wenn ich das als Außenstehender höre, dann ist das ja ein wahnsinnig krasser administrativer Aufwand für pflegende Angehörige.
00:24:54: Allein zu gucken, was gibt es alles?
00:24:56: Was kriege ich woher für ein Budget?
00:25:00: Man hat ja auch selber noch ein Leben und man muss ja auch auf sich selber noch achten.
00:25:06: Jetzt komme ich mal zu so einem Thema Vergütung.
00:25:09: Also das bekommt natürlich wirklich niemand so richtig bezahlt, womit wir wieder bei den Budgets werden.
00:25:15: Wie viel Geld bekomme ich als pflegender Angehöriger, um für alle gut wirtschaften zu können oder ein gutes Angebot für meine Angehörigen möglich machen zu können?
00:25:29: Markus, du hast gerade schon gesagt Entlastungsbetrag, vielleicht machen wir da noch mal weiter an der Stelle.
00:25:35: Ja, also wir haben ja ganz viele verschiedene Töpfe, ganz viele verschiedene Summen, die sind je nach Pflegegrad nochmal unterschiedlich, das führt hier wahrscheinlich einfach zu weit.
00:25:43: Wir haben den Entlastungsbetrag, wir haben das Pflegegeld, wir haben die Sachleistung, das kann man miteinander kombinieren als Kombinationsleistung und kann es um widmen, je nach Bundesland haben wir gerade schon gehört.
00:25:53: Das ist wahnsinnig komplex.
00:25:55: In Summe, wenn man alles nutzen kann, haben wir tatsächlich relativ viel Geld zur Verfügung, aber nicht für jeden Betroffenen, nicht für jedes Setting.
00:26:04: sind alle Töpfe gleich sinnvoll oder auch nur nutzbar, weil es einfach nicht genug Angebote gibt, zum Beispiel im Bereich Tages- und Nachtpflege.
00:26:12: Manche wollen das einfach nicht, dann verfällt der Topf.
00:26:16: Also es ist tatsächlich Geld da, aber es ist schlecht nutzbar.
00:26:20: Auch das ist eine uralte Forderung, dass man diese ganzen Töpfe einfach zusammenfasst in zwei verschiedene Budgets, die man dann freier nutzen kann, ohne diese bürokratische Bindung, ohne dieses enge Quassett drum herum.
00:26:33: denn das kann ich jetzt einfach nicht beantworten.
00:26:35: Welches Summe genau zur Verfügung steht, da müssten wir jetzt Fallbeispiele aufmachen.
00:26:38: Nein, nein, nein, das reicht ja schon.
00:26:40: Dass man weiß, es ist grundsätzlich was da.
00:26:42: Aber ja, Hendrik?
00:26:45: Aber vielleicht nochmal auch bei deiner Eingangsfrage, dass gerade wie viel für die Leistung der pflegenden Angehörigen, wie viel steht da um gut zur Verfügung?
00:26:53: Und lasst vielleicht nochmal einfach um so einen allgemeinen Fehlglauben, der irgendwo oft und wo da ist.
00:27:00: Die Arbeit und Leistung der fliegenden Angehörigen ist eine ehrenamtliche Tätigkeit.
00:27:06: Der fliegende Angehöriger hat im SGB XI so gut wie Null Ansprüche oder Rechte.
00:27:11: Das Einzige, was da ist, sind Rändenpunkte, die er bekommen kann, wenn er bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt.
00:27:17: Das heißt, wenn jetzt hier zum Beispiel hier achthundert Euro monatlich als Pflegegeld bezahlt wird, was viele dann denken, ah, das kriegt dann auch wieder pflegende Angehörige, nein, das kriegt der Versicherte.
00:27:31: Der bekommt das Geld.
00:27:32: und dann, wenn er keine ambulanten Dienst mit einsetzt, dann sich selber mit diesem Geld die Pflegesituation zu organisieren und eine gut beste Möglichkeit zu gewährleisten.
00:27:44: Was er damit macht, ist vollkommen seine Angelegenheit.
00:27:50: Wenn er davon Geld für den Angehörigen oder den Zugehörigen, Nachbarn oder sonst was immer halt investiert.
00:27:57: Wunderbar, gut, aber es gibt immer keinen Anspruch darauf.
00:28:00: Und viele Leute denken halt einfach auch, wenn ich ja, die kriegen ja da acht, neun Euro irgendwie und kann das machen.
00:28:05: Es gibt Statistiken aus Forschungsergebnissen, die sagen also, dass ca.
00:28:09: vierzig Prozent dieser Gelder insgesamt nur an eingeregte und zugeregte Weitergeleitet wird und andere Gelder eben halt für zusätzliche Kosten, für Privatrechnungen, für Medikamente, für Windeln, die irgendwo gebraucht werden und nicht von der Kasse bezahlt werden.
00:28:26: Also für viele Ausgaben genutzt wird, aber eben halt nicht dafür eine Leistung, die erbracht wird, um zu.
00:28:34: bei der Gelegenheit die Gesamtleistung aller fliegende Angehörigen.
00:28:39: Was schätzt ihr oder was schätzt du, wie hoch die ist so im Jahr?
00:28:42: Wie viele Leistungserwirtschaften die Angehörigen?
00:28:45: Das ist das ist Wahnsinn.
00:28:46: Das geht in die Milliardenhöhe, mehrere Millionen.
00:28:51: Ja, kommt schon mit ich hin.
00:28:52: Also man gibt ungefähr in diesem Jahr wahrscheinlich so zwei, siebzig Milliarden für die Pflege insgesamt aus.
00:28:58: Aber die fliege Angehörigen wirtschaften einen Genug von über zweihundert Milliarden Euro.
00:29:04: Wahnsinn, oder?
00:29:05: Als Leistungspartner dran.
00:29:07: Hat die AUK fest.
00:29:08: Ja, das ist wirklich der Wahnsinn.
00:29:10: Aber Gott sei Dank, und ich glaube, Markus, da kannst du wieder ein bisschen Hoffnung bringen, Gott sei Dank tut sich da was, oder?
00:29:17: Wenn wir vom Ehrenamt ausgehen, das bleibt es wohl nicht, oder?
00:29:22: Naja, also... Die Hoffnung besteht, dass jetzt politische Vorgaben gemacht werden, dass jetzt gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass es nicht alles weiterhin ehrenamt bleibt, dass sowohl pflegende Angehörige in irgendeiner Art und Weise vergütet werden, als auch das vielleicht auch wir vergütet werden, denn das muss man auch ganz deutlich sagen.
00:29:46: Hendrik, Johannes, ich, alle, die in der Pflegeberatung aktiv sind, wir haben einen großen Teil Ehrenamt.
00:29:51: Also ein Fünftel meiner Arbeitszeit pro Woche ist Ehrenamt.
00:29:54: Das sind fünfzehn Stunden in der Woche.
00:29:56: Mache ich ehrenamtlich, weil ich das nicht vergütet bekomme.
00:29:59: Und um mal zum Ursprungsthema des Podcasts zurückzuführen, gerade im Bereich Prävention, habe ich keine Abrechnungsmöglichkeit aktuell, so wie ich aufgestellt bin.
00:30:09: Da muss einfach auch... Möglichkeit geschaffen werden, finanzielle Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass Leistung bezahlt wird.
00:30:17: Und das müssten pflegende Angehörige, die Leistung muss bezahlt werden, aber auch von uns als Anbietern, als Dienstleistern muss Leistung zumindest ansatzweise vergütet werden.
00:30:28: Johannes.
00:30:28: Markus, ja, ich hätte nur eine kurze Frage.
00:30:30: Es gibt den SGP-Twanziger Prävention SGP-Fünf.
00:30:34: Und es soll in der Pflege jetzt ja auch eingesetzt werden.
00:30:37: Und vielleicht kommt es ja auch.
00:30:38: Aber gibt es denn schon genügend Kurses, spezielle Kurse für pflegende Angehörige, für pflegebedürftige zum Thema Prävention?
00:30:48: Ich glaube, da gibt es noch wenige
00:30:50: Angehörige, bis er, wenn es wirklich kommt, was gibt es denn da und was wäre denn wirklich sinnvoll?
00:30:57: Weil wenn es Rücksetzler, die es keine Angebote gibt, wird sie auch gespielt, oder?
00:31:01: Ja, absolut.
00:31:02: Ich habe gerade einen fünfundvierziger Kurs gebaut.
00:31:04: Das ist dann mit der Lieben Verena Kempel.
00:31:07: Und den haben wir jetzt bei der Barma zur Abnahme eingereicht.
00:31:10: Das kann man dann bei verschiedenen Kassen anerkennen lassen.
00:31:12: Wir haben es jetzt bei der Barma gemacht.
00:31:14: Und wenn das durchgeht, dann haben wir hier einen fünfundvierziger Kurs, wie wir immer so flapsig sagen im Fachschaggon, zum Thema Prävention für alle Altersgruppen gebaut.
00:31:24: Was heißt das genau?
00:31:25: Fünfundvierziger
00:31:27: Kurs?
00:31:27: Ja, das ist dann eben so ein Schulungsparagraf.
00:31:31: Das wird definitiv ein ganz, ganz spannendes neues Jahr zum Thema Prävention.
00:31:45: Das sind wir alle schon ganz hyped.
00:31:47: Sag mal, apropos Angebote, du gibst Präventionsworkshops.
00:31:52: Was ist denn das Standteil dieser Workshops?
00:31:55: Ja, ich geb Präventionsworkshops und zwar jetzt erst mal im Schwerpunkt für Seniorinnen und Senioren, die keine Pflege gerade haben.
00:32:01: Also genau meine liebe Freundin Inge Wolschläger, die Seniorenreferentin in der Gemeinde St.
00:32:07: Johannis in Würzburg, die hat so Seniorenstammtische in verschiedenen Gemeindeteilen.
00:32:12: Und da lädt sie mich ab und zu mal ein.
00:32:13: Und dann mache ich halt so ehrenamtlich einen Präventionsworkshop.
00:32:17: Und dann gehen wir einmal im Kopf mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wo eben wirklich ninety-fünf Prozent keine Pflegebedürftigkeit festgestellt haben nach SGB elf, also keinen Pflegegrad haben.
00:32:28: Gehen wir einmal das Wohnumfeld durch.
00:32:30: Wir sprechen über gesunde Verhaltensweisen und wir reden über, das hat Hendrik vorhin auch schon ganz schön gesagt und Johannes auch, wir reden über Kommunikation.
00:32:39: Wir reden über Prävention von Vereinsamung, denn wir haben unglaublich viele Millionen Menschen in Deutschland, die einsam sind.
00:32:46: Und das darf und muss nicht sein, was halt passiert, dass ganz viele von diesen Senior-Innen abgehängt werden digital und sich da abgehängt fühlen zumindest.
00:32:57: Und es gibt natürlich an VHSen und an allen möglichen Bildungseinrichtungen gibt es so Kurse.
00:33:02: Und ich habe gesagt, wir müssen das aber an die Menschen ranbringen.
00:33:06: Es reicht nicht, Flyer zu verteilen.
00:33:08: Und deswegen gehe ich in diese Stamm.
00:33:09: Stammtische rein in diese Senioren, Cafés, Stammtische, wie auch immer man das nennt.
00:33:13: Und wir gehen einmal das ganze Potpourri der Prävention durch und bleiben dann bei Kommunikation immer hängen.
00:33:20: Denn die sagen immer, ach, ich hätte so gern jemanden, dem ich dann eine Bild von meinem Weihnachtsbaum schicken kann.
00:33:25: Dann schicken sie immer der Frau Wollschläger.
00:33:27: Das ist aber auch quasi ein Ehrenamt oder ein Hauptamt teilweise.
00:33:31: Oder sie schicken mir die Bilder, dann sage ich, schreibt ihr euch nicht gegenseitig.
00:33:35: Ja, die hat kein WhatsApp, die hat keinen Smartphone.
00:33:39: Ich habe gesagt, da müssen wir was machen.
00:33:40: Und jetzt haben die Ingewollschläger und ich mit Spenden eingetrieben und wir machen jetzt quasi einen Digitalisierungsworkshop für Senioren als Prävention der Vereinsamung.
00:33:50: Und wir haben jetzt im Black Friday Deal bei einem großen Anbieter, was man eigentlich nicht machen und unterstützen sollte, billige Smartphones gekauft und haben jetzt meine Kinder und die Kinder von Inge und noch ein paar andere Freiwillige gefunden, die dann ein eins zu eins Begleitung mit den Senioren im Rahmen von der Veranstaltung dann einfach die Händis einrichten, sofort Messengerdienste drauf einrichten und dann einmal Kameras erklären und damit die Miteinander einfach so einen Art Austausch gestalten können.
00:34:18: Und alleine das, die freuen sich da drauf wirklich jetzt schon, dass wir mit denen mal erklären.
00:34:23: Und die sagen dann immer, ich habe ja auch ein Sohn, aber wenn der mal aus München zu Besuch ist, dann will ich den nicht damit nerven.
00:34:30: Der schnauft immer so schwer, wenn ich sage, da geht was nicht an mein Handy.
00:34:33: Und wir Töchter und Söhne sind aber auch so ungeduldig mit unseren Händen.
00:34:37: Ja, genau.
00:34:38: Und so können wir dann sagen, ja, wir bringen euch das bei und dann müssen halt mal die junge Generation darf hier mal zeigen, was sie kann und darf ihre Kompetenzen den Seniorinnen und Senioren mal näher bringen.
00:34:50: Und das ist so eine schöne Schnittmenge und das ist Prävention.
00:34:53: Und deswegen sage ich, mein Beginnprävention ist mehr als auf Trinkmenge achten und Teppiche wegrollen.
00:35:00: Ja, ja, ja.
00:35:00: Wahnsinn.
00:35:01: Eine ganz, ganz tolle Sache.
00:35:02: Das hatten wir übrigens auch schon mal in einem Podcast.
00:35:04: Da ging es um die Wohnraumungestaltung und letztendlich hatte dann auch jemand so einen digitalen Workshop eben für die älteren Herrschaften angeboten.
00:35:13: Das wäre mir auch mein nächstes Thema tatsächlich gewesen.
00:35:15: Giovanni, du hast noch eine Sache.
00:35:18: Ja, ich denke, mein Pflege, das ist ja wirklich ein Gesellschaftsthema.
00:35:23: Der demografische Wandel ist, wird immer mehr.
00:35:25: Also die Pflegedröftigkeit steigt und wir arbeiten ja für große Unternehmen bundesweit im Bereich bester Vereinbarkeit mit Beruch und Familie.
00:35:34: Und auch in den Unternehmen kommt ja dieses Fachkräftethema an und auch das Thema Pflege an.
00:35:41: Also immer mehr pflegende Angehörige, berufstätige, pflegende Angehörige kommen ans Limit.
00:35:48: Wir machen das sehr viel prädentiv, also Kursets im Thema Selbstversorgung, Resilienz oder was ich vorhin schon gesagt habe, wenn meine Eltern älter werden.
00:35:55: Also prädentiv schon anzusetzen, um auch Ausfallzeiten in den Unternehmen zu verhindern, dass die Mitarbeiter Work-Life-Balance haben, dass sie fit bleiben und nicht ausfallen, weil es kommt immer mehr an, diese Belastung und darum ist es wirklich früh.
00:36:11: draufzuschauen, auch präventiv zu arbeiten und auch die Unternehmen da drauf vorzubereiten, das wirklich Angebote zu schaffen, auch präventiv, damit ja die Fachkräfte da bleiben, nicht ausfallen und auch fit bleiben.
00:36:29: Eine ganz wunderbare Vorstellung, muss ich wirklich sagen, das, was du auch gerade erzählt hast, Markus.
00:36:34: Digitalisierung wäre nämlich so mein nächstes Thema gewesen.
00:36:38: Kann das irgendwie helfen, Sachen Prävention?
00:36:40: Hendrik, hast du da noch ein Beispiel?
00:36:42: Hast du noch eine Idee in Richtung Digitalisierung?
00:36:47: Ja, aber ich würde gerne nochmal in den Ball von Jörnes Stamper aufnehmen, der eben so schlachwortartig SGP-Fünf erwähnt hat.
00:36:55: Also vielleicht so als... Allgemeine Informationen einmal zu diesem ganzen Bereich.
00:36:59: Vor zehn Jahren wurde einmal das Präventionsgesetz umgesetzt.
00:37:04: Im Paragraf zwanzig SGB V, also der Krankenkasse sozusagen, wurde Gesundheitskasse.
00:37:10: Und hier geht es darum, verschiedene Formen der Prävention zu ermöglichen oder zu fördern.
00:37:19: Da ist zum Beispiel die Betriebliche.
00:37:23: Präventionsarbeit, die Firmen machen können, die gefördert werden.
00:37:28: Es ist die individuelle präventive Förderung in Form von Pflegekursen.
00:37:35: Da bist du jetzt bei dem Digitalen.
00:37:36: Es gibt, glaube ich, fast nicht zweitausend Präventionskurse zu allen möglichen Themen, die in vier Kategorien gefördert werden von den Kassen.
00:37:47: Und es gibt die Prävention in Lebenswelten.
00:37:51: So und vielleicht zwei Sachen zu den Lebenswelten und zu den Digitalen.
00:37:55: Bei den Lebenswelten ist zum Beispiel auch die Pflege mit seit neun Jahren irgendwo dabei.
00:38:01: Jedoch kapaziert die sich im Paragraf um fünf eins im SGP elf jetzt also wieder in der Pflegeversicherung auf alle Aktivitäten, die in der stationären Arbeit gemacht werden können.
00:38:18: Das heißt, da kann man seit neun Jahren, wenn ich jetzt eine stationäre Fliegeeinrichtung habe und dort mit Elbin oder der Fliege-Dienstleiter kann ich einen Antrag stellen bei der Fliegekasse und sagen, ich möchte gerne jetzt im Januar mit meinen zwanzig Fittesten.
00:38:36: Bewohnerinnen oder Bewohnerinnen hier zum Beispiel einen einen Yoga Stuhl Kurs machen.
00:38:41: Ich hol mir eine Trainerin rein und veranstalte das um sechs Wochen lang oder acht Wochen lang, um den Senioren da zweimal in einer Woche einen Training zu ermöglichen.
00:38:51: Stelle einen Kostenvorstand.
00:38:53: Zehn tausend Euro, der Samu-Kasse beantrage das, kriege das von der Kasse genehmigt, weil das ist eine wenigen Töpfe, wo noch richtig Geld in der Kasse ist, weil für jeden Versicherten muss die Fliegekasse ein Rubelus von den nächsten ein Vierzicent Bruchversicherten zur Verfügung stellen und Breitheiten, um solche präventiven Maßnahmen zu finanzieren.
00:39:20: Im letzten Jahr wurden da rund zwanzig Millionen Euroführung herausgegeben.
00:39:24: Es sind rund seventy-tausend Fliegebedürftige mit Fliegerab eins bis fünf konnten davon attizipieren.
00:39:31: Das heißt, vom Schnitt hat die Kasse so Pro Fliegebedürftigen da im stationären Bereich dreieinhalb Euro investiert, um Maßnahmen zu machen.
00:39:40: Das ist so.
00:39:41: Und das, was jetzt mit, so diese ganze Wende ein bisschen ausgelöst hat, was Prävention angeht, dass das dann so überall in den Bundes und thematisiert wird.
00:39:50: wie auch hier heute übersprechen, hat sicherlich damit zu tun, dass in ehemaligen Pflegekompetenzgesetz eben halt jetzt ein Paragraf auch aufgenommen wurde, der Paragraf Fünf-Eins-A, der vorsieht, dass diese präventiven Maßnahmen zukünftig auch in der Äußerlichkeit stattfinden.
00:40:07: Nicht nur im stationären Bereich, sondern jetzt soll auch da organisiert und gemacht werden.
00:40:13: Dafür sind so rund drei Bereiche entwickelt worden, das heißt, den Fliegebedarf genau analysiert, was hilft all den nicht?
00:40:22: der Fliegebedarf, Entschuldigung, der Präventionsbedarf, also was wäre sinnvoll, bei den Versicherungen auch zu tun.
00:40:29: daraus irgendwo eine Beratung zu machen, was dann sinnvoll ist und dann auch konkrete Maßnahmen zu empfehlen.
00:40:36: Die Maßnahmen wiederum verlinken dann aber zum SGB V, zu diesem Frage auf zwanzig, dass ich dann zum Beispiel digitale Kurse empfehlen kann, die in der Häufigkeit dann... mit den Angehörigen oder auch alleine über Smartphone, über Steplet, über den PC konsumiert werden können und dass man da aus dem Verhältnis ändert.
00:40:59: Und diese Aufgabe ist zugeschrieben den ambulanten Diensten, die dort, wo sie tätig sind, das sind rund, die Aushalte, dass die examinierten Fachkräfte dort
00:41:17: qualifizieren.
00:41:17: wie ziert sind, um diese Leistung zu machen.
00:41:20: Dann die Sieben A-Berater und die Beratung in dem sieben drei.
00:41:24: Also, dass man richtig in die Fläche, in die Breite gehen kann, um diese Maßnahmen zu tun.
00:41:29: Das ist so eine neue Entwicklung, die jetzt zum ersten, ersten Greifen soll.
00:41:35: Und da sind wir alle gespannt, wie das dann ausgestaltet
00:41:38: wird.
00:41:38: Ja, also ich höre immer wieder raus, es tut sich an der einen oder anderen Stelle was, aber ganz klar ist auch geworden, da muss echt noch so einiges passieren, auch in Sachen Bürokratie.
00:41:50: Deswegen würde ich gerne ein bisschen zum Ende kommen, auch schön.
00:41:55: Und zwar möchte ich gerne nochmal an die pflegenden Angehörigen denken und da nochmal ja eigentlich so an die Problematik.
00:42:02: Das eine ist fehlendes Wissen.
00:42:04: Überleistung.
00:42:05: Das System ist kompliziert.
00:42:07: Da sage ich mal, machen wir einen grünen Haken hinter, Hendrik Domaier mit dem Pflege-Dschungel-Portal könnte zum Beispiel helfen.
00:42:15: Dann ist ja die andere Geschichte, ich muss da schaffen, Mentalität.
00:42:20: Also jeder pflegende Angehörige.
00:42:23: Es ist vielleicht auch ein bisschen versagen, wenn man sich Hilfe dazu holt, Schuldgefühle, die dazu kommen.
00:42:28: Da muss was getan werden.
00:42:30: Deswegen die ganz konkrete Frage nochmal an euch drei.
00:42:33: Wie können wir jetzt, wenn uns pflegende Angehörige zuhören, sagen Prävention ist ein ganz wichtiger Bestandteil eurer noch ehrenamtlichen Arbeit.
00:42:44: Holt euch Hilfe.
00:42:46: Wie fängt man an?
00:42:47: Johannes, was ist dein Tipp?
00:42:49: Wie geht man das Thema an?
00:42:52: Hilfe annehmen, Hilfe suchen, die Pflegeberatung nutzen.
00:42:56: Also wirklich, also nicht alleine da rumwurschteln, es gibt Profis, es gibt Experten, viele wissen gar nicht, dass es eine Pflegeberatung gibt, dass sie einen Anspruch darauf haben.
00:43:06: Also wirklich, ich empfehle immer diese Pflegeberatung zu nutzen, weil dann bekommt man Wissen, man bekommt Es ist eine starke Schulter, wo man sich anlehnen kann.
00:43:17: Man bekommt Entlastung, also wirklich die Beratung nutzen, um natürlich auch die Leistung der Pflegeversicherung gut einsetzen.
00:43:25: Wir haben schon einige Begriffe gehabt, Entlastungsbetrag, Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege.
00:43:30: Ich habe für Pflegeangehörige, es gibt ja wirklich ein großes Portfolio, aber man muss einfach wissen, was einem zusteht und man muss einsetzen.
00:43:38: Aber auch bedarfsgerecht einsetzt.
00:43:40: Also was brauche ich zu Hause?
00:43:42: Was braucht man angehörig?
00:43:43: Was brauche ich selber?
00:43:45: Und natürlich auch das Thema Selbstversorgung ist ganz wichtig bei Pflingenangehörigen.
00:43:49: Also auf mich selber zu achten, aber da auch Hilfe zu holen.
00:43:54: Auf mir rein zu sagen oder es kann jemand anders nicht machen mit Pflegen.
00:43:58: Ja, Markus, ich gehe natürlich weiter.
00:44:00: Ich kann es sicher noch sehr, sehr gut weiter ergänzen.
00:44:04: Ich bin tatsächlich bei deinen Hauptpunkten aber auch.
00:44:07: Ich glaube, dieses Hilfe annehmen ist das große Problem.
00:44:09: Ich komme jede Woche in Haushalte, wo man sich bisher keine Hilfe gesucht hat, wo man einfach sich eine schnelle Unterschrift gewünscht hat für eine Pflegeberatung.
00:44:18: Und dann versteht man erst mal, wenn man eine gute Pflegeberatung bekommt von neutralen Stellen, dann bekommt man erst mal mit, ah, okay, das führt ja viel weiter.
00:44:28: Wenn wir in unsere Berufsgruppe das schon gar nicht sehen, wie weit Prävention, wie weit ... Unterstützungsleistungen gehen.
00:44:36: Sollen das den Pflegende Angehörige, die ja im Regelfall ja noch eine berufliche Last zusätzlich, Schultern, eigene Familien begleiten?
00:44:44: Das heißt, wir müssen hier Versichtbarkeit sorgen und dazu dient ja unter anderem auch dieser Podcast.
00:44:50: Also ich glaube, wir müssen den Pflegenden Angehörigen mehr helfen, Informationen zu bekommen.
00:44:56: Wir müssen aber auch ein bisschen Verantwortung zurückspielen und sagen, ihr sucht euch bitte auch Hilfe, sucht euch Informationen.
00:45:02: Ich glaube, es gibt Unmengen an Podcasts, an an Pflege-Dschungel-Seiten, an alles Mögliche.
00:45:08: Also ich glaube wirklich, dass man so ein bisschen Holschuld trotzdem noch hat als pflegender Angehöriger.
00:45:14: Ich bin ja selbst vierfach pflegender Angehöriger, ich weiß auch nicht alles, aber es ist schon wichtig, dass man das klar macht und dass man das auch mal gespiegelt bekommt.
00:45:25: Pass jetzt mal auf dich auf, diese Selbstfürsorge, Selbstsorge.
00:45:29: Hier, mach da mal eine Yoga, mach da mal eine Kurzatemmeditation.
00:45:34: Wir in der Pflegeberatung einmal anleiten.
00:45:36: Das funktioniert.
00:45:37: Also es ist wirklich wichtig, sich hier Hilfe zu holen und Hilfe zuzulassen.
00:45:41: Das sehe ich als absolute Top zwei.
00:45:44: Hendrik, dann nochmal an dich die Frage Pflegeberatung.
00:45:47: Für dich auch der erste Schritt für jeden pflegenden Angehörigen?
00:45:53: Ja, aber dieses ganze Thema, das wir jetzt... voll besprechen, ist eben für viele Pflegeberaterinnen und Pflegeberater oder auch den examinierten Kräften in den ambulanten Diensten.
00:46:05: Es ist bekannt, ja, aber einfach wissen darüber, was Prävention ist, wie ich Prävention einbringe, weil ich kann nicht einfach hingehen und sagen, Mensch, Nun geh mal runter von deinem Sofa da und geh mal hier in den Wald und lauf ein bisschen auf wie du.
00:46:22: Und du mach mal und dann erwarten, dass ich dein Leben.
00:46:24: Ja, wenn ich wiederkomme oder mein Jahr, dann höre ja, das war ein super Ted.
00:46:28: Wir seitdem bin ich mega fit und habe auch meine Verwandtenmittlung genommen.
00:46:33: Nein, das sind also wirklich Informationen und Wissen, dass vermittelt werden muss.
00:46:38: Und Marc ist so nicht.
00:46:39: Wir treiben ja mit Verena zusammen auf den... Die Tage der Pflegeberatung am April, zwanzigundzwanzigsten Mai, dort haben wir uns als eine der Hauptzielsetzungen auch gegeben, dass wir eben halt die ganze Pflegeberatungsszenerie in Deutschland versuchen, in diesem Bereich, obwohl der präventiven Maßnahmen-Schulung auch irgendwo selber erst mal fit zu machen, damit sie dieses Wissen auch umfassbar gut weitergeben können.
00:47:03: Das ist auf der inhaltlichen und politischen Ebene versuchen wir auch, dass wir diese Leistungen nicht als Eda-Leistungen, ja, sie sind der Eda, jetzt können sie auch das nochmal mitmachen, ohne dass es weiter finanziert wird.
00:47:16: Und auch die Ausbildung dazu, die Fortbildung dazu, dass irgendwo der Gesetzgeber erkennt und die Kassen erkennen.
00:47:22: Ja, wenn ich hier jetzt umfohlen, die Koalition als Gamechanger sehe und ich persönlich sehe sie extrem als Gamechanger, weil wir kommen entweder in Richtung neun Millionen Pflegebedürftigen in den nächsten fünf bis zehn Jahren, die niemals irgendwie zu händeln sind, weil nämlich das sind dann nämlich die Boomer, die jetzt eigentlich die Arbeit als viele andere gemacht, die werden selber in zehn Jahren über dich haben.
00:47:46: Und dann gibt es keine Menschen mehr, die das irgendwo unterstützen können.
00:47:49: Das ist ein wahnsinniges Problem.
00:47:51: Und das können wir eigentlich nur wirklich irgendwo abbremsen in dieser Entwicklung, wenn wir ein Gesundheitsbewusstsein schaffen und eben halt auch die Fähigkeit dieses Gesundheitsbewusstsein noch umzusetzen, weil das ist ja das Wichtigste dabei, nicht nur das Wissen, sondern umsetzen und dranbleiben, nicht nur für zwei Monate, drei Monate, sondern lebenslänglich sozusagen eine Veränderung des Gesundheitsvereins zu machen.
00:48:15: Und das müssen wir tun.
00:48:16: Deswegen machen wir zurück.
00:48:18: Ja, Beratung, mega wichtig.
00:48:20: Und wir müssen erst mal was tun, dass die Beratung auch super beraten kann.
00:48:24: und die Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden.
00:48:27: Und das wir suchen dann die Kassen, das auch verstehen und auch machen, wie der VDEC zum Beispiel hat auch erkannt und hat in den Kommentaren zu diesem USA-Gesetz auch geschrieben, dass man sich nicht darauf stürzen sollte, alles an die Krankenkasse abzugeben, sondern dass die Pflegekasse selber auch eine Verantwortung hat und auch Geld hat letztendlich, um diese Maßnahmen zu unterstützen.
00:48:52: Und vielleicht dazu noch mal ganz kurz.
00:48:55: Im nächsten Jahr wurde die Besuchspflicht für die Fliegerade vier und fünf von vier auf zwei Besuche pro Jahr reduziert.
00:49:08: Man muss das dann nicht mehr umgehends völlig ehrlich machen, sondern halbjährlich wie alle anderen auch.
00:49:12: Das bedeutet aber, dass wir bei rund fünfhunderttausend Personen eine Million Beratungseinsätze sparen, die durchschnittlich sechzig Euro kosten.
00:49:20: Das heißt, Flup, da sind sechzig Millionen Euro, die gespart worden sind.
00:49:24: Gebt das Geld doch in die Schulung und Training der Beratersehende, um investiert dort in eine dringend notwendigen Wissensaufbau und Aufrüstung, um wirklich hier den Gamechanger auch in die Fahrt und in die Spur zu bringen.
00:49:40: Okay, ja, siehst du, also ich würde es gerne abschließen.
00:49:43: Wir konnten ja nur einen Mini Teil des ganzen Themas hier besprechen, vielleicht als kleinen Anstoß.
00:49:50: So als Quintessenz, würde ich mal sagen, unterm Strich ist für mich eigentlich rausgekommen.
00:49:54: Pflege und Prävention ist Teamarbeit.
00:49:57: Und vorher war das Team für mich der pflegende Angehörige und die pflegebedürftige Person.
00:50:03: Jetzt würde ich in dieses Team noch viel Mehmet reinpacken.
00:50:05: Die Kassen, die Politik, die Pflegeberater.
00:50:08: Also das ist ein großes Team, was daran arbeiten kann und dringend sollte das eben in die Prävention.
00:50:16: Ja, ganz viel mehr reingeht.
00:50:17: Es gibt Hilfe für Sie als pflegende Angehörige.
00:50:20: Ganz, ganz wichtig.
00:50:21: Und es gibt Unterstützung auch für die Prävention.
00:50:25: Und das ist wichtig, damit was passiert, bevor etwas zu spät ist.
00:50:30: Deswegen nehmen Sie das gerne in Anspruch.
00:50:32: Und ich glaube, sämtliche Links-Podcasts, die es zu dem Thema gibt, verlinken wir hier noch mal unter diesem Podcast.
00:50:40: Und bei euch drei bedanke ich mich für diese spannende Geschichte.
00:50:45: Knapp eine Stunde, viel zu kurz, aber es ist schon viel drin.
00:50:49: Deswegen danke euch, dass ihr bei mir wart.
00:50:51: Das war Markus Opel, Hendrik Domeier und Johannes Winklenmeier.
00:50:55: Macht's gut, ihr Lieben.
00:50:56: Vielen Dank.
00:50:57: Vielen Dank.
00:50:58: Danke und Servus.
00:50:59: Danke und ciao.
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