Trauer am Arbeitsplatz
Shownotes
Trauer endet nicht an der Bürotür. Ob durch den Tod eines nahestehenden Menschen, Trennungen, Krankheit oder andere Verluste – viele Menschen erleben Trauer mitten im Arbeitsalltag. Und trotzdem bleibt das Thema oft unsichtbar, tabuisiert oder missverstanden.
In dieser Folge sprechen wir darüber, was Trauer im Arbeitskontext eigentlich bedeutet, warum sie häufig unterschätzt wird und weshalb es vielen Menschen schwerfällt, offen darüber zu sprechen. Denn Trauer ist kein linearer Prozess: Menschen schwanken zwischen Schmerz, Leere, Wut und manchmal auch Momenten von Normalität. Genau deshalb brauchen Betroffene keine perfekten Worte – sondern Menschen, die bleiben, zuhören und Gefühle aushalten können.
Wir beleuchten, was Trauernde im Arbeitsumfeld wirklich unterstützt.
- Anerkennung und Verständnis statt Druck
- Zuhören statt vorschneller Lösungen
- Flexibilität und praktische Entlastung
- Sicherheit, Emotionen zeigen zu dürfen
- Langfristige Unterstützung statt kurzer Anteilnahme
Außerdem sprechen wir darüber, was eher schadet: Schweigen, Floskeln, Vergleiche oder die Erwartung, schnell wieder „funktionieren“ zu müssen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle von Führungskräften und Unternehmen: Wie erkennt man Trauer, auch wenn sie nicht ausgesprochen wird? Wie gelingt sensible Kommunikation? Welche Fehleheres Kiristisr passieren häufig – und wie kann eine Unternehmenskultur entstehen, in der Menschlichkeit und Professionalität kein Widerspruch sind?
Wir diskutieren:
- den Umgang von Teams mit trauernden Kolleg:innen
- die Balance zwischen Empathie und Leistungsanforderungen
- flexible Lösungen
- die Rolle von HR, Betriebsrat, Coaching und Beratung
- warum eine gute Trauerkultur auch wirtschaftlich relevant ist
Was müsste sich verändern, damit Trauer im Job normaler werden darf? Welche Lösungsansätze gibt es für Unternehmen und Führungskräfte.
Die wichtigste Botschaft dieser Folge: Trauer braucht keinen perfekten Umgang – sondern echte Menschlichkeit.
Mit Theres Kirisits - Trauerbegleiterin - Sterbebegleiterin https://www.trauraumtheres.com/ Tanja Gerlinger - Trauerbegleiterin - Hospitzbegleiterin Johannes Winklmair - famPlus
Transkript anzeigen
00:00:09: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
00:00:11: Dieser Podcast von FAMPLUS soll sie bei genau diesem Thema unterstützen, in allen Lebenslagen immer wieder verschiedene Fokusthemen und immer wieder passende Experten!
00:00:23: Der Podcast für Berufstätige zum Thema Vereinbarkeits von Beruf & Familie.
00:00:52: Aber ich habe dir schon mal einen Verlust vielleicht erleben eines geliebten Menschen.
00:01:00: und wie sah dann euer Tag die Wochen danach aus?
00:01:02: Bist du morgens aufgestanden zur Arbeit gegangen, hast du da einfach funktioniert oder sitzt vom Bildschirm und merkst vielleicht, oh Gott nichts geht mehr.
00:01:11: Die Gedanken greißen ab der Kopf wird einfach still.
00:01:15: oder bist du vielleicht eher der Typ, der sich zurückgezogen hat immer leiser, immer unsichtbarer und das irgendwie probiert durch den Tag zu kommen?
00:01:22: also... Das wissen wir, Trauer ist ganz individuell und hat ganz viele Gesichter.
00:01:27: Und eben auch am Arbeitsplatz.
00:01:30: In diesem Podcast geht es heute um genau diese unterschiedlichen Wege mit dem Verlust umzugehen.
00:01:37: Wie vielleicht auch Arbeitgeber die Mitarbeiter unterstützen können?
00:01:41: Bei mir sind zwei Damen auf die ich mich sehr gefreut habe.
00:01:44: Zum einen ist das Theres Kirsti.
00:01:47: Hallo Theres!
00:01:48: Schön dass du da bist.
00:01:50: Hallo Dankeschön
00:01:52: Ja, und Tanja Gerlardinger ist auch bei uns.
00:01:54: Hallo, Tanja!
00:01:55: Hallo, danke!
00:01:58: Ja, Diris du begleitest Familien beim Thema Sterben.
00:02:03: also Du bist Sterbe-Begleiterin und selbstständige Trauer-Begeiterin.
00:02:08: Auch Tanja, du genauso Trauer Begleitung machst du vor allem bei Kindern, Jugendlichen und eben auch Familien.
00:02:16: Ihr beide habt eins gemeinsam, das nehme ich mal vorweg.
00:02:19: Ihr habt in großen Konzernen gearbeitet und da bin ich wirklich ganz gespannt was ihr mir zu dem Thema Trauer- und Arbeit dann noch erzählen könnt aus eurer persönlichen Erfahrung.
00:02:30: Lass uns erst einmal kurz einsteigen!
00:02:32: Ihr begleitet ja Menschen habe ich gerade schon gesagt durch eure Berufe in extremen Lebenssituationen.
00:02:38: Was hat euch eigentlich persönlich zu den Themen geführt?
00:02:42: Tanja willst du mal anfangen?
00:02:45: Also bei mir tatsächlich war es der Verlust von meiner Mama vor vielen, vielen Jahren.
00:02:52: Und ich hatte
00:02:55: ja
00:02:57: auch das Glück und die Möglichkeit dass sich an ihrer Seite sein konnte.
00:03:04: Sie war viele Jahre krebskrank also es waren langer Prozess und die ganze Familie durfte sie letztlich dann in den Tod begleiten.
00:03:14: So schlimm und schmerzhaft das war, war es im Nachhinein gesehen eine wunderschöne Erfahrung bei ihr zu sein in den letzten Minuten.
00:03:28: Trotz alledem dass ich damals gewusst habe, dass es endlich ist und sie sterben wird, ist es trotzdem auch so wenn der Moment dann da ist, dass sie verstorben ist, wurden, sie ist tot.
00:03:45: Dann wird an diese unfassbare Endgültigkeit so mit einem Schlag bewusst und es ist einfach nichts mehr wie's vorher
00:03:54: war.".
00:03:57: Da warst
00:03:58: du ja – das muss man ja noch sagen – zu der Zeit hast Du in einem großen Konzern gearbeitet?
00:04:03: In einer ganz anderen Funktion als die, die Du heute hast.
00:04:06: Du warst im Controlling und Du kannst ja wirklich ganz live sagen wie es dir dann da ergangen ist.
00:04:13: Aber wie kannst du dem Entschluss zu sagen, das war so ein gutes Erlebnis für uns?
00:04:17: Ich gehe jetzt in diese Richtung.
00:04:22: Also bei der großen Traurigkeit auch auf der anderen Seite auch erfahren zu
00:04:27: haben,
00:04:28: wie gut es tut wenn Menschen da sind die einen dann aushalten, die einem zuhören, die ein gewisses Mitgefühl aufbringen.
00:04:39: Das fand ich unglaublich schön Das war wirklich gut.
00:04:42: Natürlich auch dann diese anderen Seiten, wo man dann sagt nee also da wurden mir irgendwelche Steine in den Weg gekigelt die würde ich so nicht haben.
00:04:51: und da war dann für mich dann irgendwann mal der Punkt wo ich gesagt habe Ich möchte das professionell machen ich möchte da einsteigen ich möchte für andere Menschen auch da sein aus meinen Erfahrungen heraus Einfach auch zu sehen, was ist wichtig?
00:05:10: Wo gibt's Drittsteinen und wo gibt es Stolber Steine.
00:05:12: Und so habe ich dann angefangen.
00:05:17: Wunderbar Therese!
00:05:18: Wie ist bei dir ein ähnlicher Weg?
00:05:21: Tatsächlich... glaube ich, dass jeder seine eigene Erfahrung mit dem Thema hat und dann eben dadurch ansteigt.
00:05:28: Bei mir ist es tatsächlich so, dass sich schon als kleines Kind eine extreme Begeisterung fürs Sterben hatte.
00:05:33: Das war tatsächlich auch so, ich bin sehr gerne zur Bayesalzungen gegangen weil ich das Gefühl hatte schon als Kind, das ist der einzige Ort wo die Emotionen und die Menschen ehrlich sind.
00:05:43: Wo quasi der Status des Äußerliche einfach gar keine Rolle spielt und wir einfach alle gleich sind.
00:05:49: Und wenn jemand trauert dann trauern wir doch alles sehr ähnlich.
00:05:53: Wir sind gar nicht so unterschiedlich und ich fand das einfach sehr faszinierend, und dann bin ich tatsächlich aus einem kleinen Dorf nach Berlin gezogen und war sehr viel allein und habe mich wahnsinnig viel mit mir beschäftigt und bin einfach das erste Mal auch so mit dem Gefühl der Einsamkeit in Kontakt gekommen und hab dann einfach festgestellt durch Psychotherapie und andere unterstützende Möglichkeiten dass viele meiner Trauerfahrungen in meiner Kindheit mich einfach sehr geprägt haben.
00:06:19: Und die habe ich dann eben aufgearbeitet.
00:06:21: und für mich war einfach das absolut Wichtigste herauszufinden, wer bin ich eigentlich?
00:06:27: Was macht dieses Thema Tod- und Sterben mit mir.
00:06:31: Dann hab' ich eine Ausbildung im Kinderausbietz angefangen, bin da jetzt auch seit sechs Jahren ehrenamtlich tätig und habe gemerkt, mir liegt das Thema!
00:06:39: Und dann bin ich dadurch eben in die Trauerbegleitung gekommen und habe das dann neben meiner Arbeit bei Booking Out Come aufgebaut.
00:06:46: Ich hab einfach gemerkt, so wow!
00:06:48: Trauer am Arbeitsplatz hat ja gar keine Relevanz.
00:06:50: also wir haben irgendwie hunderte Meetings und Workshops zu Time Management Feedback und wie kann ich noch produktiver sein?
00:06:59: Wenn es aber darum geht was du den Menschen ausmacht mit dem wir vierzig Stunden die Woche verbringen ist irgendwie ganz schnell stille.
00:07:07: So bin ich dazu gekommen gedacht habe, okay das ist jetzt irgendwie meine Chance zu vereinen und jetzt bin ich einfach sehr froh dass wir jetzt auch so darüber sprechen weil wir sehen ja es gibt auch ganz viele andere tolle Menschen wie Tanya zum Beispiel die sehr viel Erfahrung damit reinbringt.
00:07:21: Und wer einfach so Muster aufbrechen was wir als Gesellschaft vielleicht Jahrzehnte schon fahren ohne überhaupt darüber nachzudenken?
00:07:29: Also ich muss euch ganz ehrlich etwas gestehen.
00:07:32: Das Thema Tod ist bei uns auch ganz präsent in der Familie.
00:07:35: Mein Vater verstorben, meine Schwiegereltern alles relativ kurzer Zeit in den letzten Jahren und auch Kinder sind schon verstorbt.
00:07:42: das heißt wir haben irgendwie ... das Thema ist bei Uns immer präsente und wir können es auch gut rauslassen.
00:07:48: Wir haben viel darüber gequatscht und dennoch war es gerade ein komisches Gefühl als du sagst ich hab mich schon immer für das Thema Sterben interessiert Und da habe ich mir grade die Fragen gestellt.
00:08:00: eigentlich wollte ich das gar nicht fragen weil wir ja auch Richtung Berufswelt gehen wollen und was kann so ein Arbeitgeber tun?
00:08:06: Aber ist das immer noch, ich frage es jetzt trotzdem.
00:08:09: Ist das immernoch so ein Thema, was so richtig?
00:08:13: redet man nicht drüber oder denkt ihr da tut sich so langsam was?
00:08:18: Ich finde, es tut sich schon was und ich glaube das ist wichtig, dass wir erkennen, dass jeder von uns ist Teil der Gesellschaft.
00:08:24: Dass er jede Person die darüber spricht, ist Teil dieser Gesellschaft und formt die Sichtweise zu diesem Thema hin.
00:08:30: Deswegen würde ich schon auf jeden Fall sagen, dass es sich ändert.
00:08:33: Wir sitzen hier zusammen und sprechen darüber und Unternehmen und Unternehmerinnen hören sich das an und Unternehmen machen auch mittlerweile immer mehr zu dem Thema.
00:08:42: also ich finde schon, dass sich vieles verändert hat.
00:08:44: Was denkst du Tanja?
00:08:46: kann ich auch gestätigen, definitiv.
00:08:49: Und es ist der Tod ja zum Leben dazugehört.
00:08:52: und es ist so wenn man mal die Türen aufmacht und spricht darüber.
00:08:57: wir sind alle betroffen jeder irgendwo früher oder später und also ich nehme es auch wahr dass es den Raum bekommt und das man drüber spricht.
00:09:11: Könnt ihr einmal ganz kurz sagen, was genau ist Trauer eigentlich?
00:09:14: Ist Trauer dieses Gefühl traurig zu sein, jemanden zu vermissen oder hat das noch ganz viele andere Funktionen die im Körper auf einmal auftreten.
00:09:24: Ich habe es natürlich auf deiner Homepage gelesen, Therese.
00:09:29: Da schreibst du Trauerleb nicht nur im Kopf!
00:09:31: Absolut und ich finde Trauer ist so... also ich beschreibe das immer so wie wenn wir richtig verliebt sind Wenn wir so richtig Freude haben, dann fühlen wir auch einen Kribbeln.
00:09:41: Wir sind so richtig aufgeregt und wollen davon einfach noch mehr.
00:09:45: Also wir können davon nicht genug bekommen.
00:09:47: Und wenn man jetzt das Gegenteil betrachtet, dass es jemand ist weg den du liebst.
00:09:51: Jemand ist erkrankt dem du liebst.
00:09:53: Einen Wunsch geht nicht in Erfüllung zum Beispiel ich möchte ein Kind und kann kein Kind bekommen Dann geht es quasi in die andere Richtung.
00:10:00: So wie wir das Kribblen im Körper spüren Spüren wir dann z.B.
00:10:03: da trauer manche Menschen Druck auf der Brust oder schweres Atmen Vielleicht auch eine Angespanntheit und deswegen bin ich der Meinung, dass allerwichtigste in der Trauer ist einfach diese Selbstwirksamkeit.
00:10:15: Und zu erkennen das man ja nicht ausgeliefert ist.
00:10:18: also es muss nicht immer nur schwer sein Es muss auch nicht immer weh tun.
00:10:23: Es kann auch durch die Erinnerungen wiederum schön sein.
00:10:26: Deswegen kann man mit dem Körper einfach wahnsinnig gut arbeiten.
00:10:30: Ich würde gerne mal den ersten Schritt gehen in dieser Arbeitswelt Also erstmal aus der Sicht des Arbeitnehmers.
00:10:36: vielleicht Geliebter Mensch ist jetzt verstorben.
00:10:39: Was habe ich für Möglichkeiten, mich vielleicht vor ein paar Tagen rauszuziehen?
00:10:44: Gibt es da schon mal eine rechtliche Grundlage, womit der Arbeitgeber eben leben muss oder die er mir sogar anliegen
00:10:50: kann?".
00:10:51: Also Trauer per se ist keine Krankheit.
00:10:54: Trauer ist ein ganz normaler Prozess und gehört zu unserem Leben dazu mit vielen, vielen Fassetten.
00:11:01: aber wie Therese das jetzt auch schon gesagt hat... Die Trauer zeigt sich überall, am ganzen Körper und wenn so ein Einschnitt ins Leben kommt dann ist man nicht mehr arbeitsfähig.
00:11:17: Es gibt Menschen, denen tut es gut wieder Arbeit zu gehen und es gibt Menschen die geschaffen ist morgens einfach nicht aufzustehen.
00:11:24: Und somit ist die Möglichkeit dann auch wenn man wirklich sagen kann Trauer ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne aber man ist nicht arbeitsfähig die Möglichkeit über zum Hausarzt zu gehen um sich krank schreiben zu lassen.
00:11:41: Okay das geht dann aber nicht nach.
00:11:45: Ja, also das kann der Hausarzt dann mit mir als Patient-Patientin einfach besprechen.
00:11:49: Jetzt erst mal eine Woche raus... Was tue ich vielleicht in dieser Zeit?
00:11:53: Als Arbeitnehmer kann ich mir da Hilfe holen?
00:11:56: oder was würdet ihr raten wenn ihr mit Menschen zu tun habt die in so einer Situation sind?
00:12:02: Wahrscheinlich sehr individuell, oder?
00:12:05: Richtig!
00:12:06: So individuell wie wir sind und so Fingerabdruck, so individuell ist auch die Trauer Ganz oben, ich denke, Therese ist auch wahrscheinlich so ein Leitspruch von dir.
00:12:16: Es gibt kein richtig und es gibt auch keinen falsch in der Trauer sondern es geht um den Menschen.
00:12:23: was ist gut für den Menschen und nichts anderes?
00:12:28: Und wichtig ist das soziale Umfeld zu schauen.
00:12:33: wer tut mir gut wen mag ich jetzt um mich umhaben?
00:12:37: Das ist die absolut oberste Priorität.
00:12:42: Ich würde auch sagen, es sind zwei Aspekte.
00:12:45: Man hat einmal die präventive Arbeit mit dem Thema und die akute Arbeit.
00:12:49: also ich finde ist immer das allerwichtigste Präventiv mit dem thema zu arbeiten weil wir kennen sie ja zum Beispiel in erster Hilfe Kurs.
00:12:56: machen wir den ersten Hilfekurs erst dann wenn wir in dem Akutfall sind oder gehen wir da im besten Fall vorhin?
00:13:02: Und wie oft hören wir Menschen die sagen Oh, ich habe schon lange kein Erste-Hilfe-Kurs mehr gemacht.
00:13:07: Und wenn das und das passiert?
00:13:08: Ich wüsste gar nicht was ich tun soll!
00:13:10: Das ist wichtig ist zu schauen, was kann ich als Unternehmen präventiv machen?
00:13:14: Was kann ich leisten und was möchte ich leisten um dann immer gut vorgenau zu wissen, was zu tun ist?
00:13:20: Okay, dann steigen wir direkt ein.
00:13:22: Also was kann i leist, was möchte I leisten?
00:13:25: Wir sprechen natürlich in eurem Fall über wirklich Welt Konzern.
00:13:30: Das muss man mal tatsächlich so sagen, was ist dir Therese?
00:13:34: Wir haben es von Tanja ihm schon ein bisschen ansatzweise zurück.
00:13:37: Was isst ihr da im Sachen Trauer-, Trauerarbeit überhaupt?
00:13:41: Thema Trauer und Arbeiten?
00:13:43: ehrlich gesagt weil das für mich ein ganz befremdlicher Titel auch für diesen Podcast.
00:13:47: ich hatte nie übereingebracht obwohl ich auch schon zur Arbeit gegangen bin obwohl mein Vater verstorben ist.
00:13:52: aber was ist jeder begegnet an Möglichkeiten Trauer-Arbeit zu leisten?
00:14:00: Eine ganz wichtige Frage, das ist so der Ausgangspunkt von diesem Thema mal in ein Unternehmen zu holen.
00:14:07: Das Allerwichtigste ist anzuerkennen wie Tanja das auch schon gesagt hat oder wie du es auch gesagt hast dennächst, das betrifft uns alle.
00:14:14: Das heißt wir können's ignorieren wenn wir nichts damit zu tun haben wollen aber es kommt sowieso.
00:14:19: Also früher oder später wird eine Kollegin oder ein Kollege sterben Es wird jemand betroffen sein.
00:14:23: Das ist das Wichtigste zu schauen.
00:14:25: erstmal Wie bin ich als Unternehmen aufgebaut?
00:14:29: Was habe ich für Ressourcen?
00:14:30: Wenn zum Beispiel jetzt eine Person vier, fünf Monate ausfällt.
00:14:33: Wer übernimmt dann die Aufgaben?
00:14:35: Wer kümmert sich denn darum was übernommen werden muss?
00:14:39: Wer spricht mit dem Kunden oder den Kunden?
00:14:41: Also wirklich auch sachlich die Arbeitsteilung durchzugehen!
00:14:46: So wie man ja einen Bewerbungsschreiben oder eine Stellenbeschreibung zusammenstellt.
00:14:51: Wer übernimmt das, wenn jetzt akut jemand ausfällt?
00:14:53: Wenn jetzt Person X Y die Key Account Managerin ist auf einmal weg ist von einem auf dem anderen Tag.
00:14:59: wer macht es?
00:15:00: und dann sagen wir Thierrys
00:15:01: da viel mir gerade nochmal ein.
00:15:03: also das Thema in Bezug auf.
00:15:04: ich habe viele junge bis mittelalterliche Damen im Unternehmen dass er durchaus können mal Kinder bekommen und dann durchaus auch mal anderthalb Jahre bis zu drei Jahre ausfallen.
00:15:14: Also die Überlegung gibt es bestimmt in Unternehmen, hat das mit dem Thema Trauer?
00:15:20: Gibt es da schon Überlegungen oder existiert das gar nicht?
00:15:24: Ich würde sagen so gut wie kaum ein Unternehmen hat das also Notfallplan für Akutsituationen und ich begleite sehr, sehr viele Menschen und ich sehe auch Tanja nickt.
00:15:34: Das ist tatsächlich so gut wie gar nicht vorhanden dabei.
00:15:36: es ist eine sachliche Aufgabe die hat erst mal nichts mit der Emotion zu tun Und das finde ich ganz wichtig.
00:15:41: sozusagen Trauer im Arbeitsplatz.
00:15:43: Die meisten Menschen denken dann Trauer oh Gott!
00:15:45: Das ist so emotional, das ist überfordernend, das passt nicht.
00:15:49: Aber eigentlich geht's ja darum im Unternehmen zu schauen Wie bringe ich die sachliche Leistung daran?
00:15:53: Weil Es ist immer noch ein Arbeitsplatz.
00:15:56: Der Sinn des Arbeitgebers ist nicht die Emotionen komplett aufzufangen.
00:16:01: Es ist eine Struktur zu schaffen, dass der Mensch wenn er wieder kommt oder wenn er trauert das er trotzdem Arbeit leisten kann auf die Art und Weise wie er oder sie es gerade schafft oder nicht.
00:16:13: wenn ein Kollege oder eine Kollegin stirbt automatisch einfach auf die restlichen Teammitglieder umgemünzt wird so nach dem Motto frisst oder stirbt sondern dass man wirklich guckt was können auch die anderen leisten?
00:16:26: Wenn einer im team trauerte oder einem im team stirbt?
00:16:29: Das haben ja du nix.
00:16:34: Es geht auch darum, eventuell die Arbeitszeiten anders zu gestalten, flexibler zu gestalten, zu schauen dass dann die Person einen halben Tag da ist wenn sie merkt es ist ihr zu viel das sie dann wieder nach Hause gehen kann.
00:16:49: wenn mobile arbeiten möglich wäre dass dieses individuelle und auch mit den Kollegen und den Kolleginnen abgestimmt wird so dass es dann wieder zu einem einem guten Netz wird die Arbeit auf der einen und Seite weitergeht.
00:17:04: Und das nicht zu Überforderungen von unterschiedlichen Personen kommt, aber ganz klar im Fokus der trauernde Mitarbeiter ist.
00:17:12: was braucht jetzt eher
00:17:14: um
00:17:15: die Arbeit zu erbringen?
00:17:18: Jetzt kommt etwas ganz Spannendes und zwar hole ich noch relativ spontan jemand dazu nämlich Johannes Winkelmeyers vom PLOS.
00:17:26: Hallo erstmal Johannes!
00:17:28: Hallo in die Runde.
00:17:29: So,
00:17:30: Januar zwei Tausend sechsundzwanzig war was ganz Entscheidendes, was ihr von FAMPLUS angestoßen habt im Bezug auf Trauer und Unternehmen?
00:17:38: Erzähl doch mal bitte kurz!
00:17:41: Ja sehr spannend.
00:17:43: wir begleiten Unternehmen im Bereich der Vereinbarkeit und Berufenfamilie und möchten Mitarbeiter bei den Unternehmen mit unser Service entlastet.
00:17:52: Es geht um Entlastung von Berufstätigen.
00:17:56: Wir führen Lebenslagencoaching durch, Pflegeberatung durch und das Thema Trauer kam bei uns in den Beratungen fast nie an.
00:18:03: Es haben sich keine Menschen gemeldet, Trauer war bei uns eigentlich tot.
00:18:09: Und wir haben einfach mal einen Testballon gestartet im Januar und haben ja zwanzigtausend Kunden, Mitarbeiter unserer Kunden über Newsletter informiert zum Thema Traue und auch Trauergruppen angebogen oder zwei Trauergruppen.
00:18:26: Und die Gruppen waren innerhalb von vier Minuten total ausgebucht, wir haben jetzt acht Gruppen laufen auch alle ausgebucht.
00:18:35: also über einen längeren Zeitraum laufen sie und es kommt in den Unternehmen immer mehr an auf das Thema Trauer.
00:18:41: Also in Einzelgesprächen, in Einzeltrauerbegleitungen aber auch bei den Unternehmen.
00:18:47: Also immer mehr Führungskräfte melden sich bei uns immer mehr Unternehmenfragen an können wir auch die Trauergruppe haben.
00:18:55: Und das ist mir noch sehr, sehr wichtig einfach so best black das zu bringen.
00:19:00: wie kann man was anstoßen und welche große Masse das Thema Trauer beschäftigt im Unternehmen?
00:19:07: Genau.
00:19:07: aber da kommt ja auch zu vielleicht diese Geschichte.
00:19:10: Wie geht man persönlich mit Trauer um?
00:19:12: Das ist eh so ein Thema.
00:19:13: und wie spricht man andere auf das Thema an?
00:19:16: ihr bietet von extern Ja quasi Hilfe an und alle lechzen eigentlich danach.
00:19:22: Deswegen gibt es Menschen ja auch wie dich Tanja und wie dich Therese, dass ihr eine richtige Ausbildung in dem Bereich zu dem Thema seid.
00:19:31: Ihr seid ja wirklich Fachleute!
00:19:32: Ihr könnt dann nichts falsch machen mit den Menschen.
00:19:35: Ist es vielleicht auch das wo viel mehr von externen Unternehmen reingegeben werden müsste?
00:19:41: Dass das Thema Trauer am Arbeitsplatz vernünftig behandelt werden kann?
00:19:46: Was glaubt ihr?
00:19:47: Absolut.
00:19:48: Und ich glaube genau dieses Zusammenspiel, was Johannes gesagt hat, das macht es eben aus die Menschen, die im Unternehmen sind, die sehr viel mit den Unternehmen zu tun haben sich darauf einzulassen auf das Thema Trauer.
00:19:58: und ich weiß noch als Johannes und als wir gesprochen haben Wir waren beide so begeistert weil wie gesagt Genau das ist ein einfacher Weg für Menschen sich der Trauer zu öffnen.
00:20:08: Man muss nirgends hinfahren, man kann es online von Zuhause machen und nach dem Arbeitstag machen oder im Büro machen.
00:20:15: Man kann einfach für sich schauen wie ich mich entspannt mit diesem Thema beschäftigen kann.
00:20:19: Und das ist glaube ich was es ausmacht dass wir Menschen miteinander sprechen über das was den Menschen schwerfällt und dann die Leute wie jetzt Tania und ich dass wir das Angebot dann reinbringen Und es ist vieles einfach Learning by Doing.
00:20:33: Wir haben das ausprobiert, wir haben alle nicht damit gerechnet dass es so gut angenommen wird und jetzt erweitern wir es und jetzt kommt's immer wieder.
00:20:39: ich mein wenn man mal überlegt wir haben in acht Gruppen waren das um die sechzig Personen die wir einfach innerhalb von zwölf Wochen unterstützen können.
00:20:48: Ich meine das sind Zahlen Ich finde das der absolute Wahnsinn und das ist ja nur der Anfang.
00:20:54: Und wenn jetzt Unternehmen, die das hören – also wenn du gerade eine Unternehmerin bist oder ein Teamleitist dann wirklich mal darüber nachdenken wer in meinem Team hat das grad auch?
00:21:03: Und dann mal zu schauen okay es wäre so ne Trauergruppe der erste einfache Einstieg.
00:21:07: und ich sag's immer wieder!
00:21:09: Ich wünschte ich könnte diese Energietransportieren, die in einer Gruppe stattfindet.
00:21:13: Das kann man sich nicht vorstellen wie schön es ist dass die Menschen sich gesehen fühlen.
00:21:18: Ja, vielleicht könnt ihr einmal kurz erzählen um vielleicht auch so eine kleine Barriere abzubauen die der ein oder andere vielleicht hat wenn er einen Trauergruppe denkt wie läuft so eine Trauer Gruppe ab?
00:21:27: Du sagst es gerade Therese kann ich mal morgens oder bei der Arbeit oder abends.
00:21:31: Wie geht's?
00:21:33: Tatsächlich machen diese Sowis für sie am besten passt und am Anfang sind natürlich alle nervös Und alle denken sich so Gott wie wird das?
00:21:40: Kann ich mich da zeigen was ist wenn ich weine?
00:21:42: Was ist wenn nicht sagen möchte dass erst mal so ein bisschen verhalten Und dann geht es aber los, weint eine Person und lockert das Ganze auf.
00:21:50: Weil die anderen sehen, ich darf ja auch Emotionen zeigen.
00:21:53: Da passiert nichts!
00:21:54: Ich kann weinen ohne dass irgendjemand mich verurteilt.
00:21:57: Dann wird viel gelacht, viele erinnert.
00:22:00: Es wird viel darüber gesprochen was den Menschen schwerfällt wo sie hin möchten wie Sie mit der Trauer weiterleben können.
00:22:07: Das ist wirklich so ne bunte Mischung.
00:22:09: Man glaubt's nicht, wir haben so sechs Treffen pro Gruppe So dass die Menschen wirklich sagen, das war das Beste was ich gemacht habe.
00:22:18: Dass ich bei FunPlus auf diesen Newsletter geklickt hab und mich angemeldet hab Und dann denke ich mir so wow!
00:22:23: Das einfach nur nach neunzig Minuten.
00:22:26: Okay also Johannes ganz ganz eindeutig mal den Link hier drunter unter diesem Podcast Das heißt das war jetzt ein einmaliges Angebot.
00:22:36: oder ihr baut das aus.
00:22:38: wie läuft es weiter?
00:22:39: Johannes wer kann vielleicht drauf zugreifen?
00:22:42: der sollte unbedingt draufzugreifen.
00:22:45: Wir bauen es natürlich aus.
00:22:46: Es war ein sehr positiver Testlauf und es bleibt nicht bei den Trauergruppen, die wir stattfinden, regelmäßig stattfinden sondern wir gehen jetzt an.
00:22:57: Unternehmen machen auch Webinare zu dem Thema.
00:23:00: Das war Trauer am Arbeitsplatz, also Sensibilisieren von Führungskräften aber auch für Mitarbeiter, die auch eine Transition stecken oder wahren auf Webinäre an.
00:23:11: Da riecht das ein Mikrofon aus, Kamera aus und man hört zu zum Thema.
00:23:17: Oder man auch Workshops in Unternehmen für Führungskräfte oder für Personalabteilungen.
00:23:23: Weil das Thema schon sehr präsent ist.
00:23:24: Und da kommen wir uns sehr gut darin an Therese am Anfang.
00:23:28: Einer unserer ersten Klienten hat es so sehr gut auf den Tisch gebracht.
00:23:32: Er war in der großen Trauer-Situation, kam ins Team-Mitting unter Mittagteam-Miting.
00:23:41: Es wurde so eine Frage rundig gestellt, wie geht es euch denn?
00:23:44: Was gibt's für aktuelle Themen, die jeder so erzählt.
00:23:46: Und dann kam er und hat gesagt ja ich hab meine Mutter verloren!
00:23:50: Ich bin ein Trauerer und das Thema würde sofort weggewischt, oder Therys glaubst du war es?
00:23:54: Also es hat keinen Raum eingenommen in diesem Meeting.
00:24:00: In diesen Trauergruppen ist einfach das zu sehen, meine Gefühle sind völlig normal.
00:24:05: dem anderen gehts genauso wie wir und es ist nichts komisch an mir.
00:24:11: Alles gut, ich trauere einfach.
00:24:15: Und dann diesen Rahmen zu haben mit diesem anderen Menschen gehört zu werden gesehen zu werden wertgeschätzt zu werden Das ist ein Geschenk und das macht diese Trauergruppen so wertvoll.
00:24:31: Ich atme tief durch und komme mal auf eine ganz sachliche Bewebe kurz zurück und zwar habe ich vielleicht ist die Frage doof Vielleicht passt ja auch gar nicht in dieses emotionale Thema.
00:24:42: Doch es geht um Unternehmen und es geht darum, dass sie unbedingt mit diesem Thema arbeiten sollten und den Mitarbeitern auch finden sollten.
00:24:49: Deswegen frage ich euch jetzt gibt's wirtschaftliche Argumente für so ein Unternehmen dafür sprechen, sich ganz aktiv damit zu befassen?
00:24:59: Ja wenn ihr hier sehen könntet alle nicken.
00:25:04: Definitiv also da aus meinen Erfahrungen.
00:25:10: Es ist so, dass ich ihn immer angleiche.
00:25:14: Also siehst du bist mein Anker!
00:25:17: Und wenn sie dann auch beim Arbeiten waren und so dieses Gefühl hatten, ich glaube, ich kriege das jetzt alles irgendwie nicht hin.
00:25:23: Für mich hat alles irgendwie zu viel!
00:25:25: Dann hat es oft einfach gereicht, zu sagen Ich habe dir jetzt mal geschwind zwei drei Sätze geschrieben wie's mir geht und du hast mir geantwortet und dann konnte ich weitergehen.
00:25:36: Wir haben uns ja auch bei meinem Konzern in der Präsenz getroffen im eins-zu-eins Gespräch.
00:25:44: Ja, da kommen diese Äußerungen dann auf jeden Fall.
00:25:47: Es war für mich wichtig dass jemand da war das Unternehmen das angeboten hat weil ich glaube ansonsten hätte ich unter Umständen nicht so schnell zurückkommen können.
00:25:56: also
00:25:56: du hast ja genau Du hast dann tatsächlich in diesen großen Unternehmen indem du gearbeitet hast die Rolle irgendwann übernommen.
00:26:04: Ich weiß jetzt gar nicht in welcher in welchem zeitlichen Rahmen das kannst du nochmal erzählen Menschen eben bei dieser Trauer Arbeit zu begleiten.
00:26:13: Wie kam das?
00:26:13: Ist da dein Unternehmen auf dich zugekommen, wie kam es genau?
00:26:19: Also in meinem Fall war so dass es ein Orgaschmore von meiner Seite war weil ich es einfach unglaublich wichtig finde Trauer im Arbeitsplatz oder Arbeitgeber dass das gesehen werden muss und auf festes Fundament gestellt werden muss, also es ist für mich auch eine totale Herzenssache.
00:26:41: Und ich bin dann in dem Bereich Betriebsrat und Gesundheitswesen was da, ja, bin echt drauf zugegangen und habe mich vorgestellt und dann wurde's immer größer und hat sich...
00:26:54: Haben die denn gesagt?
00:26:55: Mensch Daniel super!
00:26:57: ganz tolle Idee.
00:26:58: oder mussten die darüber nachdenken, fand ihr das Thema komisch?
00:27:02: Wie haben sie auf dich reagiert, auf die Idee.
00:27:06: Also Sie fanden es klasse!
00:27:07: Es kommt dann sehr häufig dann, dass können Dich nicht aber ich finde es toll, dass Du das machst.
00:27:12: also das sind oft diese Sätze, die dann kommen
00:27:17: Und
00:27:18: meistens kommen dann auch ganz viele eigene Lebensgeschichten zum Vorschein.
00:27:24: Aber es war positiv und sie waren einfach nur dankbar, wenn Sie im Rahmen von Gesprächen selber an eine Grenze kommen wo Sie gesagt haben oh je da bin ich jetzt emotional so betroffen.
00:27:35: Ich weiß jetzt wirklich nicht was ich sagen soll!
00:27:37: Ich kann vielleicht auch nicht mit den Emotionen des anderen aus umgehen, also es geht auch darum die Tränen mal aushalten zu können.
00:27:46: Ich brauche Unterstützung und dann waren sie einfach dankbar zu sagen da gibt's eine oder zwei Personen jetzt bei uns.
00:27:53: Bei meinem Arbeitgebel bin ich ja nicht alleine dort.
00:27:56: Da war es dann einfach wichtig dass da jemand da ist auf den Sie zurückgreifen können.
00:28:02: genau
00:28:03: Wie oft bist du mit dem Thema in Kontakt gekommen?
00:28:06: Mit Mitarbeitern, die dieses Thema für sich hatten?
00:28:09: Also das wurde im laufenden Zeit immer mehr und mehr, also so mundprobagant.
00:28:13: Da gibt es jemanden.
00:28:15: Und es ist ein sehr großes Unternehmen verhältnismäßig.
00:28:19: Es ist eine kleinere Zahl aber ich war dann schon wöchentlich mit Gesprächen beschäftigt.
00:28:27: Oh ja okay.
00:28:28: Therese wie ist es bei dir mit deiner Unternehmenserfahrung?
00:28:32: Tatsicht da was, bevor du dort gegangen bist nach elf Jahren oder gab es das Thema nach wie vor überhaupt nicht?
00:28:38: Hast Du vielleicht auch probiert es mit einzubringen?
00:28:42: Tatsächlich habe ich einige Workshops für die internationalen Teams gehalten.
00:28:47: Das kam auch sehr gut an und es gab auch viele Erinnerungen, die danach stattgefunden haben.
00:28:51: aber es sind natürlich Riesenunternehmen wo einfach so viel noch gemacht werden kann.
00:28:57: Und für mich hab' ich dann einfach festgestellt Man da drauf guckt, was kann man selbst individuell verändern?
00:29:04: Auch im kleinen Kreis.
00:29:05: Und manchmal muss man nicht die ganze Unternehmensstrategie verändern bis man irgendwo Änderung hat und deswegen würde ich gerne auf deine Frage nochmal eingehen.
00:29:13: Auf den Einfluss, was Wirtschaft uns die Gefühle betrifft.
00:29:18: wenn man jetzt zum Beispiel das Thema Fehlgeburten betrachtet jede dritte oder vierte Frau erleidet einen Schwangerschaftsverlust.
00:29:25: Jetzt kann man sich vorstellen, wenn man jetzt im Großraumbüro sitzt und man guckt einfach mal in die Menschenmenge wie viele Frauen sitzen da.
00:29:32: Das ist die Wahrscheinlichkeit des relativ groß, dass eine Frau davon betroffen ist – und auch ein Mann dessen Frau halt nicht in diesem Unternehmen arbeitet!
00:29:39: Das Gleiche gilt wir haben über zehntausend Suizide pro Jahr.
00:29:44: Das hat natürlich einen Effekt auf die Menschen, die da arbeiten.
00:29:47: Oder auch über fünfhunderttausend Krebsneuerkrankungen pro Jahr.
00:29:52: Das sind ungefähr fünfunddreißig Prozent im erwerbsfähigen Alter und wenn wir überhaupt die Sterbefälle betrachten das in dem Erwerbswägenalter sind es um die fünftzehn bis siebzehn Prozent.
00:30:03: Wenn man das rein von den Fakten und Zahlen betrachtet dann betrifft das ein Unternehmen.
00:30:08: Das heißt die Wirtschaftlichkeit wird eingeschränkt.
00:30:12: mit dem wenn jemand trauert.
00:30:15: Und wenn man das mal so runterbricht, der Mensch trauerte ja auf mehreren Ebenen also er trauere emotional, kognitiv und mental und körperlich und wir kennen es ja alle.
00:30:25: wer hat denn nicht schonmal ein paar Tage lang schlecht geschlafen und konnte dann morgens nicht richtig aufstehen?
00:30:30: Wenn man das jetzt aber zusammen trägt mit ich habe auch noch ein Desinteresse an meiner Arbeit weil ich denke meine Mutter liegt gerade im Sterben aus ob mich jetzt grad meine Zahlen interessieren oder als ob mich jetzt grad das Problem des einen Kunden interessiert.
00:30:44: Das ist ja logischerweise irrelevant, dass es ich als Mensch kann einfach nicht voll leistungsfähig sein und dann passieren mir Fehler.
00:30:52: Dann bin ich vielleicht nicht präsent?
00:30:53: Dann sitze ich vielleicht da aber klicke eigentlich nur rum weil ich mich nicht konzentrieren kann.
00:30:58: Dass es diese ganzen Dinge wenn man die mal so richtig runterbrechen würde haben den enormen Einfluss auf die Arbeit und auf die Leistungsfähigkeit.
00:31:10: unterschätzte Form der Trauer, auch nach einer Trennung zum Beispiel und solche Geschichten.
00:31:15: Also da diese Traurigkeit und die Lehre, die man empfindet ist ja nicht immer gebunden an einem Menschen, den man verliert.
00:31:21: Das ist schon ein krasser Aspekt!
00:31:23: Ich habe mal einen Unternehmen kennengelernt und da gab es eine Well-Being Managerin.
00:31:30: Sagt euch das was?
00:31:32: Die hat sich wirklich...die war da mit einer Dreiviertelstelle, das muss man sich überlegen weil ich kann es euch jetzt gar nicht genau sagen, wie viele Mitarbeitern.
00:31:42: Mehr wäre hundert also an die tausend würde ich mal fast sagen.
00:31:46: und sie hat sich ausschließlich darum gekümmert, Mitarbeiter Wünsche in Anführungszeichen zu erzielen Und das war komplett egal was es ist.
00:31:55: zum Beispiel auch klar hat sie auch bei einer Wohnungssuche geholfen aber die hat eben auch Kurse gesucht unter anderem, wenn es um das Thema ging oder sie war einfach da in ihrer Sprechstunde und hat mit den Menschen gesprochen.
00:32:08: Ich fand das unfassbar toll!
00:32:10: Und sie war glaube ich auch die beliebteste Frau im ganzen Unternehmen.
00:32:15: Habt ihr so was schon gehört?
00:32:16: Glaubt ihr dass wäre leicht für ein Unternehmen sowas zu etablieren?
00:32:20: Ich persönlich glaube, wenn man weiß warum man etwas macht ist alles relativ leicht zu integrieren.
00:32:26: also ich glaube wenn man den Sinn hinter etwas versteht dann kann Mit kleinen Schritten, das ganz gut inkludieren.
00:32:31: Jetzt würde mich natürlich interessieren bei ihr wie sehr das Thema Tod und Trauer eine Rolle spielt weil was ich sehr oft beobachte es gibt sehr viele sehr gute Rollen in Unternehmen die ganz ganz tolle Arbeit leisten die sehr viel für Mitarbeiter Bindung da sind für Mitarbeiter Zufriedenheit.
00:32:48: wenn man dann aber mal nachfragt und sagt und was ist denn mit Tod und trauer Dann ist er so, nee das haben wir noch gar nicht auf dem Sturm.
00:32:55: Und da hatte ich erst gestern Gesprächen mit einem Unternehmer.
00:32:58: der hat ein Unternehmen mit dreihundert Mitarbeitenden die Beach & Coaching an.
00:33:02: Es gab zwanzig-fünfundzwartig Stunden im Jahr, die haben ganz viele andere Mitarbeitervorteile.
00:33:07: und dann habe ich gesagt und was ist wenn jemand stirbt?
00:33:10: Und was ist denn jemand trauert?
00:33:11: Und dann hätte er gesagt Das kann ich jetzt nicht glauben aber daran haben wir auch nie gedacht.
00:33:17: Und dann habe ich gesagt, wieder habt ihr noch nicht dran gedacht.
00:33:19: Das ist doch ein Teilaspekt von dem ganzen Thema.
00:33:22: und dann hat er auch gesagt das war ihm nicht bewusst und ich glaube es hat etwas damit zu tun dass wir halt an Wir wollen nie jemanden verlieren.
00:33:31: Wir wollen niemanden verabschieden.
00:33:32: Es gibt nie einen richtigen Moment um sich von jemandem zu verabstehen.
00:33:36: Ich glaube weil wir das Thema einfach nicht haben wollen ignorieren wir es einfach als Mensch.
00:33:42: Jeder Unternehmer ist ja auch ein Mensch.
00:33:44: Jeder Unternehmerin hat ja auch Schicksalschläge und ich glaube, wenn wir denken manchmal, wenn die Dinge verdrängen dann passieren sie nicht.
00:33:51: Ja du hast tatsächlich recht und sie hat mir nie darüber erzählt dass Sie als Wellbeing-Managerin über den Tod und Trauer mit Menschen aus dem Unternehmen gesprochen haben.
00:34:01: Das stimmt!
00:34:02: Und wie schon sagte der Tite dieses Podcast war erst mal befremdlich.
00:34:08: für mich muss ich tatsächlich sagen, Johannes hat sich wieder dazugeschaltet.
00:34:13: Erzähl!
00:34:14: Ja, ich bin wieder da.
00:34:15: Wir haben mit der Herstin mehr ergänzen.
00:34:17: ja weil Trauer ist nicht nur Einzelschicksal also auch was bei unserer Ankunft ist auch wenn ein Mitarbeiter einen Team mitgeht und heute auf morgen nicht mehr da ist durch Suizid, durch Verkehrsunfall Und das kann dem Team wahnsinnig belasten, ja.
00:34:35: Also total aus der Bahn schmeißen wenn ein lieber Kollege, Kollegin nicht mehr da ist auch mit der Situation umzugehen.
00:34:43: Wenn der Schreibtisch noch dasteckt mit Stifte und persönlichen Artikeln und den Mitarbeiter kommt nicht mehr.
00:34:51: Man hat sich gestern noch gesehen und wer ist weg?
00:34:53: Da ist es wichtig in die Teams zu gehen Supervision durchzuführen das Thema Trauerraum zu geben.
00:35:03: Direkt im Unternehmen, im Büro mit den betroffenen Kolleginnen und Kollegen weil ja es geht um Arbeitsfähigkeit und Entlastung oder Belastung und ist ganz wichtig auch was macht?
00:35:17: man sagt die Unternehmer sehen dass es auch im Unternehmen direkt ankommen kann.
00:35:22: Naja also ich würde gleich nochmal gerne auch mit euch über das Thema Führungskräfte sprechen.
00:35:27: aber guck mal wir sind vier Menschen hier in diesem Podcast ungefähr ähnlich alt, vielleicht mit einer Range von so ein paar Jahren und die haben sich alle erlebt.
00:35:35: Ob es die Mutter war der Vater, Therese bei dir dein Opa und ich glaube wir sind alle relativ unterschiedlich damit umgegangen ist eigentlich auch genau das was.
00:35:44: jetzt komme ich auf dieses Thema Führungskräfte.
00:35:46: was bei einem Arbeitgeber von einem Arbeitheber eigentlich erwartet werden kann dass eine Führungskraft ihr Team versteht und lesen kann wissen wir alle selber, ist oftmals nicht der Fall.
00:36:00: Ja?
00:36:02: Wie kann man denn... wem man anders geht auch Richtung Coachings.
00:36:05: wie kann man den Führungskräfte auch auf sowas vorbereiten?
00:36:09: Bietet ihr so was an?
00:36:10: Ich finde ganz wichtig, Führungskräfte damit ein Board zu holen.
00:36:15: Ist aber auch ein Tabuthema natürlich.
00:36:17: Die Führingskräfte denken sie das Thema brauchen wir nicht haben wir nicht.
00:36:21: Aber auch da präventiv vorzubereiten.
00:36:24: Wir gehen mit der Situation um Und auch zu wissen, was gibt es für Möglichkeiten?
00:36:30: Es gibt ja auch vor Ort, wo es Pizfereien ist.
00:36:32: Es gibt Trauerbegleitungen vor Ort.
00:36:34: Das muss nicht unbedingt im Unternehmen sein, aber was an die Hand zu gehen in den Führungskräften... Was gibt's für Möglichkeiten und Sensibilisieren?
00:36:42: Wie wird das dort sprechen?
00:36:43: Was kann denn ankommen?
00:36:44: Ich habe die Teres gesagt mit Fehlgebäuden, Kinderwunschen, Krebserkrankungen.
00:36:50: Das sind sehr große Bandbreite.
00:36:53: Ergänz mich, Teres!
00:36:55: Ja, ich muss sagen bei dem Thema da könnte ich anfangen.
00:36:58: Da muss man mich wirklich stoppen weil das mein absolutes Lieblingsthema.
00:37:01: Weil ich finde Arbeit ist sowas wertvolles.
00:37:05: Ich finde es ist so schön dass wir die Möglichkeit haben in einem Unternehmen etwas zu bewirken und dazu sein.
00:37:10: Und ich fände's ganz schlimm wenn man trauert Wenn man dann auch noch den Stress auf Arbeit hat und Arbeit kann einfach eine wahnsinnige Stütze sein.
00:37:17: Dann schafft man es morgens aufzustehen Man hat Teamkollegen, man hat ne Struktur.
00:37:22: Das kann so so wertvoll sein.
00:37:25: Ich finde es so wichtig, dass Unternehmen das Thema reinholen und zwei Aspekte betrachten.
00:37:30: Das ist einmal die kollektive Trauer um den Verlust eines Teammitglieds.
00:37:35: Und dann hat man eben eine trauernde Kollegin oder einen trauernden Kollegen.
00:37:39: Das sind einfach zwei unterschiedliche Dinge.
00:37:41: wie Johannes schon gesagt hat wenn der Kollegin oder ein Kollege von einem auf dem anderen Tag weg ist Das reißt eine unfassbare Lücke ins Team.
00:37:49: Was macht man mit dem Tisch?
00:37:50: Was macht das mit den Aufgaben und E-Mails?
00:37:53: Wer ruft die Ansprechpersonen an, wer ruft Kunden und Kundinnen an?
00:37:58: Wer übernimmt bestimmte Dinge im Team, das ist ja erstmal so sehr befremdlich für die Menschen, die dann noch im Team sind.
00:38:04: Und wenn jetzt aber jemand trauert zum Beispiel im Team weil gerade das Kind gestorben ist, dann ist das ganze Team überfordert logischerweise.
00:38:11: Weil wenn ich selbst nur nie irgendwas dergleichen erlebt habe, dann weiß ich einfach nicht was ich tun kann.
00:38:16: und das heißt Wenn Unternehmen das Thema reinholen und erst mal versuchen das sachlich zu betrachten und das zu betrechten wie so ein System Auf einmal ist da jemand nicht mehr so funktionieren.
00:38:33: Und dann zu schauen, wie können wir ohne diese Lücke zu füllen?
00:38:36: Wie können wir auch gedenken an den Menschen der weg ist?
00:38:39: Weil ich selbst habe es erlebt in meinem Unternehmen wo ich gearbeitet hab.
00:38:44: In den Kolleginnen.
00:38:45: das war für mich eine wahnsinnige ambitionierte Frau.
00:38:48: die ist plötzlich gestorben und ich war schockiert wie wenig an dir erinnert wurde.
00:38:54: Da wurde kaum was gemacht und ich dachte so, ja okay natürlich sind wir ein großes Unternehmen.
00:38:59: Aber für dieses Team, für dieses Büro ist sie nicht irgendeine Zahl da ist sie auch nicht irgendwer, da war sie eine treibende Kraft und ich fand das ganz schlimm.
00:39:07: Das hat mich so erschüttert dass sich dann gedacht habe nur weil jetzt eine Führungskraft ein Thema mit diesem Thema hat machen wir nichts.
00:39:16: Und ich hab angeboten und angeboten aber es wurde einfach alles abgelehnt.
00:39:22: Wenn der Mensch die Entscheidung trifft, ein Problem mit diesem Thema hat.
00:39:26: Da kannst du noch so viele Ideen einbringen dann kommt man einfach nicht weiter.
00:39:30: und das ist ja die Kunst, die Personen die Entscheidungen treffen auch den zu vermitteln dass man davor keine Angst haben muss.
00:39:39: Ich glaube es muss durch uns alle eigentlich eine ruck gehen Und ein ganz tolles Bewusstsein dafür entstehen, dass Trauer und wir haben es eingangs gesagt in einem der ersten Sätze so individuell ist wie jeder selber.
00:39:51: Man darf auch nichts erwarten von niemandem.
00:39:55: Das ist ja sogar in Familien so.
00:39:57: In der eigenen Familie wenn du da Erwartungen hast das jemand so trauert wie du, kann schon total nach hinten losgehen.
00:40:05: Da zerbrechen Familien dran.
00:40:07: Deswegen muss man auch akzeptieren, dass jemand anders... anders trauert, laut, leise.
00:40:15: Vielleicht einfach mal kurz nicht da ist.
00:40:16: aber ich finde doch irgendwie dass derjenige den es wirklich betrifft immer das Gefühl hat er kommt an ja egal was er tut was er macht wie er's macht aber er wird gehört und er wird auch verstanden.
00:40:29: Wie kann vielleicht jeder einzelne noch so ein bisschen an sich arbeiten?
00:40:33: Darf ich gleich noch etwas ergänzen?
00:40:37: Ja nicht klar!
00:40:38: Ich bin auch ein Mensch Ich mache auch Dinge, die irgendwie anders nicht gefallen.
00:40:43: Und das ist für mich auch total in Ordnung.
00:40:45: Ich bin keine hundertprozentige Trauer-Expertin und in allen Situationen mache ich alles richtig.
00:40:51: Diesen Druck nehme ich mir sowieso schon mal, weil ich lebe ja auch mein eigenes Leben und da kann ich nicht immer nur auf andere achten.
00:40:59: Das ist so.
00:40:59: das Erste was ich sage, weder ich als sie sich den ganzen Tag damit beschäftigt, kann alles richtig machen Dann können es auch die anderen nicht richtig machen.
00:41:07: Und was ich aber immer an oberster Stelle habe in meinen Einzelbegleitungen, in Trauergruppen und Workshops ist... Ja!
00:41:14: Ich bin sehr einfühlsam mit Trauern.
00:41:17: Und das stimmt.
00:41:17: Trauer ist Trauernis anstrengend.
00:41:19: Trauen ist körperlich.
00:41:20: Traueren ist viel.
00:41:22: Nur wo wir aufpassen dürfen, ist dass wir uns nicht komplett isolieren und denken, wir wären alles so komplett anders.
00:41:29: Wir sind teilweise anders, wir sind nur wahnsinnig gleich in vielen Situationen und das sieht man bei Gruppen zum Beispiel oder bei Workshops.
00:41:37: Und da sage ich immer dass alle allerwichtigste ist das Trauende anfangen zu sprechen.
00:41:43: ganz oft wollen trauernde einfach dass man fühlt und merkt was die Person braucht.
00:41:49: wo ich dann sag aber woher denn machst du es bei allen anderen auch?
00:41:53: Da sage ich schon manchmal ein bisschen direkter so Gibt ja einen schönen Spruch, nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.
00:42:02: Und das ist so das oberste Gebot.
00:42:04: Mir kann auch nur jemand helfen wenn man mit mir spricht und ich etwas sage Wenn ich davon ausgehe dass jede andere Person immer weiß was zu tun ist.
00:42:13: Ich schaffe das ja selbst auch nicht und deswegen ist so der erste wo ich immer sag es Das was du von anderen menschen verlangst gibt das mal selbst und dann wirst du sehen dass es gar nicht so leicht ist.
00:42:23: Aber gerade bei dem Thema, es ist meine Situation, Therese.
00:42:29: Mein Vater ist verstorben an einem Donnerstag und am Freitag stand ich im Studio und habe dort moderiert.
00:42:37: Und dann kommt jemand rein und sagt so ja hier da war irgendwie grade.
00:42:42: mein Vater ist auch gestorben nicht geil.
00:42:44: also weißt du?
00:42:45: Da waren alle sich vom Kopf bestoßen und da hab' ich auch so gedacht Ich wollte das stehen und ich wollte da auch für meinen Vater stehen tatsächlich weil Das war mein Daddy und den wollte ich immer stolz machen.
00:42:56: Und das habe ich auch immer geschafft, Gott sei Dank!
00:42:59: Und das wollte ich auch an dem Tag.
00:43:02: aber ist genau wie du sagst, sprecht drüber.
00:43:05: Bitte sprecht auch über das, wie es euch geht oder sagt auch Ich mag jetzt nicht darüber sprechen Aber ihr solltet wissen dass und das ist passiert.
00:43:15: Ach ja, das ist wirklich... Jetzt kommen wir immer wieder so ein bisschen auf die Arbeitnehmerseite zurück.
00:43:20: Eine letzte Geschichte würde ich euch gerne noch für Arbeitgeber fragen.
00:43:25: Also wir haben, halten auf jeden Fall schon mal fest es gibt da wirklich Angebote.
00:43:28: die kann man sich in ein Unternehmen von extern auch reinholen.
00:43:31: das angebot von vom plus zum beispiel als eines Link kommt ihr unter dem podcast.
00:43:38: aber wie würdet ihr sagen Tania?
00:43:41: Die Balance zwischen Empathie und betrieblicher Verantwortung Wie schafft man das?
00:43:49: Und wer sollte das vielleicht übernehmen?
00:43:51: Sollte es da Fachleute in einem Unternehmen geben oder kann man das in der Führungskraft vielleicht auch auferlegen.
00:43:58: Ich würde sagen, dass ist eine Mischung definitiv.
00:44:01: Also was ich ja ganz, ganz wichtig finde und was wir vorhin auch so gesprochen haben ist so dieses dass man es mal auf eine sachliche Ebene hebt.
00:44:09: Dass man einen gewissen Notfallplan hat das man präventiv arbeitet, dass man die Vorgesetzten die nunmals Führungsrolle haben und die auch übernehmen müssen sich sicherlich auch notwendig ist selber zu reflektieren.
00:44:24: wie stehe ich zu diesem ganzen Thema tot?
00:44:27: Wie sehe Also das ist die eine Seite
00:44:32: und
00:44:32: aber, dass man ihnen auch professionelle Unterstützung an die Hand gibt von außen.
00:44:37: Gerade diese ganzen Angebote, die wir jetzt schon in der laufenden Zeit genannt haben, dass es Menschen gibt auf die sie zurückgreifen können.
00:44:47: Das halte ich für sehr wichtig weil man ja auch sehr eng zusammenarbeitet.
00:44:55: Es kommen dann vielleicht auch Situationen, die man selber aus dem Privaten dann noch mit reinbringt.
00:45:00: Man wird gegebenenfalls auch selbst getrickert von irgendwelchen Dingen und wenn dann die Möglichkeit gegeben ist dass sich die Menschen zugestehen selber sagen okay ich komme jetzt hier an eine Grenze Ich brauche eine Unterstützung und deswegen es ist ganz wichtig dass es Menschen gibt dafür qualifiziert sind, die Abstand waren können.
00:45:24: Die empathisch sind und es ist eine Mischung von beiden würde ich sagen aber ganz wichtig Vorgesetzte mit ins Boot zu holen und sie zu unterstützen.
00:45:37: Da meine ich es nicht mit Fingerpointing, sondern ich meine es einfach liebevoll weil es in unser aller Lebens zugewirrt und Sie auch da eine Überforderung reinkommen können und dass man sich unterstützt und in den Austausch geht.
00:45:51: Und wir sprechen ja zwar jetzt immer von großen Konzernen aber man darf ja nicht vergessen kleine mittelständische Unternehmen wo vielleicht auch ganz klein oder eine Arztpraxis zum Beispiel Mehreren Mitarbeitern, da ist ja das Thema noch mal präsenter.
00:46:07: Und ich könnte mir auch vorstellen, dass es oft so, dass sich viele dann eher zurückziehen.
00:46:10: Da merkt man's vielleicht noch mehr, dass das problematisches Thema vielleicht als im großen Konzern auch da ganz wichtig... Es gibt da echt Hilfe!
00:46:23: Wir haben gerade gehört wie würdet ihr das einschätzen?
00:46:25: Wie ist das bundesweit so aufgestellt?
00:46:27: Gott sei Dank mehr und mehr.
00:46:29: also es gibt Hospizvereine Es gibt auch unglaublich viele Online-Angebote zwischenzeitlich, also es noch zu wenig.
00:46:41: Wenn ich so an die Kinder, Jugend und Familien trauer Begleitung sehe wie man dann doch teilweise auch Wartelisten hat Menschen aufzunehmen aber es wird mehr und mehr definitiv.
00:46:54: Oder aber auch, es gibt ja auch die sich spezialisiert haben wenn's mit dem Suizid geht.
00:47:00: Also so eine Jüßorganisation wie Argos oder hier sitzen wir zusammen und vom Fluss wird die Trauer anbietet Es wird mehr.
00:47:10: Das ist doch ein gutes Schlusswort.
00:47:13: Sonst würde ich gerne nochmal an Therese dich weitergeben hast du noch einen Schlussstatement was du noch mal los werden möchtest zum Thema
00:47:20: absolut und das Allerwichtigste ist es so einfach wie möglich zu halten.
00:47:26: Wir müssen nicht die tausend Sachen einführen, wir müssen jetzt auch nicht fünfzehn Verträge verändern und drei Tausend Abläufe implementieren.
00:47:34: bitte wirklich beim kleinsten Anfang.
00:47:36: und das kleinste wäre einfach bei einer Person, die damit den ganzen Tag arbeitet, einfach mal ein Gespräch suchen und darüber sprechen einen offenen Austausch gehen und die bedenken auch äußern, weil für vieles gibt es einfach Lösungen.
00:47:51: Und das ist mir zum Beispiel am liebsten wenn man mich einfach anspricht und sagt tschau da ich habe ein bisschen Schwierigkeiten Ich weiß nicht ob das was für mich ist und dann sprechen wir darüber und dann gibt's Lösungen.
00:48:01: und dass finde ich im allerwiesten einfach halten auch nicht gleich Angst haben, dass man da jetzt die großen Vorträge machen muss und die Menschen dann monatelang ausfallen oder man muss jetzt eine wochenlange Schulung Verführungskräfte anführen.
00:48:15: Manchmal sind es neunzig Minuten wie wir es vorhin bei der Trauergruppe hatten, die für einen Menschen das Leben verändern und es einfach halten weil am Ende wollen wir es doch alle einfach Wir wollen's nicht überkompliziert haben.
00:48:28: Wir wollen ja nur Klarheit haben um dann in einer Ausnahmesituation richtig zu handeln Und wie ich schon am Anfang gesagt habe Die Trauer so sehen wie ein Erste-Hilfe-Kurs.
00:48:38: Ein erster Hilfekurs für die Trauer.
00:48:40: Das ist nicht so schlimm!
00:48:42: Also ich habe ganz viele Menschen, mit denen ich jede Woche spreche und die wirken jetzt nicht so, als wären sie nur Todesunglücklich.
00:48:49: Die lachen auch sehr viel!
00:48:50: Ja genau wie ihr zwei, ja, die ihr tagtäglich mit dem Thema eben zu tun habt als Trauerbesleiterinnen.
00:48:58: Ich sage mal, Menschen, die nach außen funktionieren können aber gleichzeitig auch etwas leben was ihr Leben wirklich dauerhaft verändert hat.
00:49:08: Ach Menschlichkeit, das ist immer so ein großes Wort.
00:49:10: Aber eigentlich kann man im Kleinen ganz, ganz doll damit anfangen und dass es man im kleinen Leben kann man ja nach außen fragen.
00:49:17: und das geht eben auch zur Führungskräfte für Arbeitgeber und wir haben gehört Es gibt da echt Angebote.
00:49:23: Ja alle liegen zu dem Thema packen wir hier unter den Podcast Und euch danke ich ganz herzlich.
00:49:29: Ich glaube Therese!
00:49:30: Ich schicke jetzt liebe Grüße nach Badi.
00:49:32: Ist das richtig?
00:49:34: Ach, finde ich den ganz viel Sonder zurück.
00:49:37: Ja!
00:49:37: Heute ganz besonders notwendig.
00:49:39: und Tanja auch an dich liebe Grüße.
00:49:41: ohne Herzlichen sagen das ihr Beine.
00:49:43: Aber wohin schicke ich die Größe für dich, Tanja?
00:49:45: Wo bist du gerade?
00:49:47: Das ist jetzt im Altmülltal.
00:49:49: Ach, auch schön.
00:49:50: Und Johannes, du warst auch dabei.
00:49:52: Auch an dich, liebe Grüiße wie man es schon hört irgendwo ins tiefste Bayern oder?
00:49:58: Genau.
00:49:59: Im schönen Oberbayern ja.
00:50:02: Danke euch ja und danke... dass ich dabei sein durfte.
00:50:05: Ich bin mir wieder reingegreit in den
00:50:07: Podcast, ja?
00:50:09: Das war genau wichtig!
00:50:10: Und ich komme aus dem ganz flachen Niedersachsen, aus Hannover.
00:50:14: Liebe Grüße auch an alle, die uns zugehört haben.
00:50:18: Alle Führungskräfte, alle Unternehmen und Privatpersonen.
00:50:21: Es war
00:50:21: schön und
00:50:22: ich sage tschüss, bleibt gesund bis bald!
00:50:25: Dankeschön, tschüß!
Neuer Kommentar